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ErmittlungEhemann von schottischer Ex-Regierungschefin offenbar festgenommen

Peter Murrell ist Mitte März als SNP-Geschäftsführer zurückgetreten. Nun wird wohl wegen finanzieller Ungereimtheiten gegen den Mann von Nicola Sturgeon ermittelt. 05.04.2023 - 13:59 Uhr Artikel anhören

Die schottische Polizei erklärte nur, sie habe einen 58-Jährigen festgenommen und durchsuche im Rahmen ihrer Ermittlungen zu den SNP-Finanzen eine Reihe von Wohnungen.

Foto: Getty Images

London. Der Ehemann der zurückgetretenen schottischen Regierungschefin Nicola Sturgeon ist im Rahmen von Ermittlungen zu finanziellen Ungereimtheiten in der Regierungspartei Scottish National Party (SNP) festgenommen worden. Peter Murrell sei am Mittwochmorgen in Polizeigewahrsam genommen worden, meldeten britische Medien.

Die schottische Polizei erklärte nur, sie habe einen 58-Jährigen festgenommen und durchsuche im Rahmen ihrer Ermittlungen zu den SNP-Finanzen eine Reihe von Wohnungen. Die Nachrichtenagentur PA, die BBC und andere Medien identifizierten den Festgenommenen aber als Sturgeons Ehemann. Die SNP versicherte, sie arbeite mit den Ermittlern zusammen und werde dies weiter tun.

Murrell war Mitte März als SNP-Geschäftsführer zurückgetreten. Hintergrund war, dass die SNP zunächst einen Zeitungsbericht dementiert hatte, dem zufolge ihre Mitgliederzahl im vergangenen Jahr von mehr als 100.000 auf etwa 70.000 geschrumpft ist, dann aber zugab, dass der Bericht zutreffe. Murrell übernahm die Verantwortung und ging.

Die Festnahme dürfte auch Spekulationen über die Rücktrittsgründe von Sturgeon anheizen. Diese hatte Mitte Februar nach acht Jahren überraschend ihren Rückzug angekündigt.

Kritiker warfen der früheren Regierungschefin vor, ein enger Kreis um sie habe über zu viel Macht in der Partei verfügt. Im Kampf um ihre Nachfolge setzte sich der frühere Gesundheitsminister Humza Yousaf durch und wurde vergangene Woche als neuer Regierungschef vereidigt.

Die SNP strebt die Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien an und will dazu im Oktober eine Volksabstimmung abhalten. Die britische Regierung lehnt dies ab und verweist auf das Referendum von 2014, in dem sich die Wählerinnen und Wähler mit 55 Prozent der Stimmen für einen Verbleib Schottlands im Vereinigten Königreich aussprachen.

ap
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