US-Präsident: Donald Trump ist in Schottland kein gern gesehener Gast
London. Heimkommen sieht anders aus. Wenn Donald Trump am Freitag zu einem viertägigen „Privatbesuch“ nach Schottland reist, dann ist das für den US‑Präsidenten auch eine Familienangelegenheit. Seine Mutter Mary Anne MacLeod wurde 1912 auf der Hebriden-Insel Lewis nordwestlich der schottischen Küste geboren.
Auf eine familiäre Atmosphäre kann Trump jedoch nicht hoffen. Viele Schotten und auch einige Nachbarn seiner zwei Golf-Resorts in Turnberry und Menie halten nichts von dem prominentesten Besucher, den Schottland in den vergangenen Jahren gesehen hat.
„Ich bin nicht stolz darauf, dass er schottische Wurzeln hat“, sagte Patricia Sloan, die in der Nähe von Turnberry an der schottischen Westküste lebt. Auch drüben an der nordöstlichen Küste in Menie in Aberdeenshire kann von Vorfreude keine Rede sein.
„Jeder in Schottland hasst ihn“, sagte Michael Forbes der „New York Times“. Der heute 73‑jährige Fischer wurde 2006 international berühmt, weil er sich weigerte, Trump seine heruntergekommene Farm für umgerechnet 690.000 Dollar zu verkaufen, damit der Amerikaner dort seinen Traum von einem Golfplatz in Schottlands Dünen verwirklichen konnte. Forbes lebt bis heute auf der Farm, die mitten in Trumps Resort liegt und die der US‑Präsident mal als „Schweinestall“ bezeichnet hat.