EU-Autozölle: EU senkt Sonderzoll für Tesla und andere E-Autos aus China
Brüssel. Die EU-Kommission will die umstrittenen Antidumping-Zölle auf in China produzierte E-Autos von Tesla und mehreren chinesischen Herstellern leicht senken. Der für Tesla vorgesehene Zusatzzoll werde auf 7,8 Prozent von zuvor neun Prozent gesenkt, geht am Dienstag aus Unterlagen der EU-Kommission hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorlagen.
Es ist die dritte Anpassung nach unten. Die zusätzlichen Abgaben kommen zu den bereits bestehenden Zöllen von zehn Prozent hinzu, denen Exporteure aus China bereits unterliegen
Ende August begründete die EU die Sonderregelung für Tesla damit, dass die Firma kein Joint Venture mit einer chinesischen Firma hat, sondern ihre Autos eigenständig in China baut. Deshalb erhalte das Unternehmen weniger staatliche Subventionen, erklärte ein EU-Beamter. Außerdem habe Tesla voll kooperiert.
Abstimmung der Mitgliedsstaaten
Die Mitgliedsstaaten werden über die vorgeschlagenen endgültigen Zölle abstimmen, bevor sie im November in Kraft treten sollen. Die Sätze können bis dahin weiter angepasst werden, die betroffenen Hersteller zusätzliche Einwände einbringen. Auch laufen Gespräche mit der chinesischen Regierung, um die Zölle noch abzuwenden.
Die Kommission hatte deshalb im vergangenen Jahr ein Antisubventionsverfahren eingeleitet. Im Frühjahr kam sie zu dem Schluss, dass die chinesischen Subventionen im E-Auto-Sektor eine Bedrohung für die europäischen Autohersteller darstellten. Im Juli führte sie vorläufige Sonderzölle ein.
Allerdings sind die Zölle in der EU umstritten. Vor allem die Bundesregierung drängt darauf, die Aufschläge zu senken, um den deutschen Autoherstellern, die in China produzieren, keine zusätzlichen Kosten aufzubürden.