EU: Kommt jetzt die Altersgrenze für soziale Netzwerke?
Berlin, Brüssel, Düsseldorf, Paris, Stockholm. Zum Start des neuen Schuljahrs wollen mehrere Bundesländer die Nutzung von Smartphones einschränken. In Brandenburg, Bremen, Hessen, Schleswig-Holstein und Thüringen gelten dann strengere Regeln, teils werden die Handys ganz verboten.
Viele Kinder und Jugendliche hängen selbst in der Schule nur noch am Handy, statt dem Unterricht zu folgen – die Suchtgefahr ist hoch. Schulbildung ist allerdings Ländersache. Eine einheitliche Regelung zum Umgang mit Handys an Schulen kann es laut Bildungsministerkonferenz darum nicht geben. Allerdings könnte der Bund einheitliche Alterslimits für Social Media festlegen – auch weil die EU das nun erlaubt.
Obwohl die EU lange vor Alterslimits für soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram oder Twitter sowie für Plattformen wie Youtube zurückschreckte, lässt sie seit diesem Sommer ausdrücklich zu, dass Mitgliedstaaten Altersgrenzen gesetzlich festlegen. Immer mehr EU-Länder haben sich in den vergangenen Monaten für solche Limits entschieden: Kindern unter einer gewissen Altersgrenze soll es künftig nicht mehr möglich sein, soziale Netzwerke zu nutzen.