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AutoindustrieEU reagiert auf Brief von Merz und kippt das Verbrenner-Aus

Die EU-Kommission will neue Verbrenner nun doch nicht von 2035 an verbieten. Im Gespräch mit dem Handelsblatt kündigt Verkehrskommissar Tzitzikostas an, die Regeln für Unternehmensflotten zu überarbeiten.Jakob Hanke Vela 01.12.2025 - 17:41 Uhr Artikel anhören
Apostolos Tzitzikostas: „Wir sind offen für alle Technologien.“ Foto: AFP

Brüssel. Die EU-Kommission öffnet die Tür für neue Verbrenner nach 2035. Dies bestätigten mehrere hochrangige Kommissionsmitglieder dem Handelsblatt.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte in einem Brief an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag gefordert, die EU solle bei ihrer Revision der Flottengrenzwerte ab 2035 auch „hocheffiziente“ Verbrenner berücksichtigen.

Auf die Frage, ob die EU nicht nur Hybridautos, sondern auch klassische Verbrenner erlauben werde, sagte der Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas dem Handelsblatt: „Wir sind offen für alle Technologien.“

Der Kommissar ergänzte: „Der Brief von Kanzler Merz wurde sehr positiv aufgenommen.“ Die Kommission werde in der neuen Regelung „alle technologischen Entwicklungen“ einbeziehen – „einschließlich der Rolle von emissionsfreien und emissionsarmen Kraftstoffen und fortgeschrittenen Biokraftstoffen“.

Dies sei wichtig, um einen „wirtschaftlich tragfähigen und sozial fairen“ Übergang hin zu klimaneutralen Antrieben zu ermöglichen, sagte Tzitzikostas. Zwei weitere Kommissionsbeamte bestätigten, dass man traditionelle Verbrennermotoren zulassen wolle, solange diese mit Biokraftstoffen oder E-Fuels betankt werden.

Wir müssen darauf achten, unsere Wettbewerbsfähigkeit nicht zu gefährden.
Apostolos Tzitzikostas
Verkehrskommissar

„Wir wollen an unseren Zielen festhalten, müssen dabei aber alle jüngsten geopolitischen Entwicklungen berücksichtigen. Wir müssen darauf achten, unsere Wettbewerbsfähigkeit nicht zu gefährden und gleichzeitig der europäischen Industrie helfen, ihren technologischen Vorsprung zu halten“, sagte der griechische Kommissar. „Deshalb prüfen wir auch, wie wir die europäische Automobil-Wertschöpfungskette am besten stärken können – etwa durch gezielte EU-Präferenzkriterien.“

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