Humanitäre Helfer: „Unsere Teams werden immer wieder angegriffen und Mitglieder festgenommen“
Eine orangefarbene Weltkugel mit den Umrissen aller Kontinente, darunter der Schriftzug „World Central Kitchen“. Deutlich sichtbar prangt das Logo der internationalen Hilfsorganisation „World Central Kitchen“ (WCK) auf dem Dach des weißen Autos.
Einige der Buchstaben sind nicht mehr lesbar – oben auf dem Wagen klafft ein riesiges Loch. Es ist die Folge eines israelischen Luftangriffs, bei dem am Montagabend sieben Mitarbeitende getötet worden sind.
Die Helfer hätten kurz vor dem Drohneneinschlag ein Lagerhaus in Deir Al Balah, einer Ortschaft etwa zwanzig Kilometer südlich von Gaza-Stadt, verlassen, ehe sie beschossen wurden. Das berichtet die US-amerikanische Organisation in einem offiziellen Statement.
Netanjahu räumt Israels Beteiligung ein
„Das WCK-Team war in einer konfliktfreien Zone in zwei gepanzerten Fahrzeugen mit dem WCK-Logo und einem ungeschützten Fahrzeug unterwegs“, heißt es weiter. Die Route sei mit den israelischen Streitkräften koordiniert gewesen. WCK hat angekündigt, die Arbeit im Gazastreifen einzustellen.
Regierungschef Benjamin Netanjahu hat am Mittwoch zugegeben, dass Israel für den Angriff verantwortlich ist. „Das passiert in Kriegszeiten“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters zufolge. Die Tat werde nun gründlich untersucht, „um sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert“.