UN fordern Stopp von Gewalt und Internetblockade im Iran
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat die Gewalt der Sicherheitskräfte im Iran gegen Demonstranten verurteilt. Er rief die iranischen Behörden dazu auf, Gewalt gegen friedliche Demonstranten umgehend einzustellen sowie Internet und Telefonleitungen wieder herzustellen. „Das Töten friedlicher Demonstranten muss aufhören, und die Bezeichnung von Demonstranten als „Terroristen“, um Gewalt gegen sie zu rechtfertigen, ist inakzeptabel“, teilte Türk mit.
Iran-Proteste: Merz rechnet mit baldigem Ende der iranischen Staatsführung
Iranische Justiz klagt erste Demonstranten an

Internationale Anrufe aus dem Iran wieder möglich

Merz rechnet mit baldigem Ende der iranischen Staatsführung
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) rechnet angesichts der Massenproteste im Iran mit einem baldigen Ende der dortigen Staatsführung. „Wenn sich ein Regime nur noch mit Gewalt an der Macht halten kann, dann ist es faktisch am Ende. Ich gehe davon aus, dass wir jetzt hier auch gerade die letzten Tage und Wochen dieses Regimes sehen“, sagte er während seines Indien-Besuchs in Bengaluru.
Aktivisten: Inzwischen rund 650 Tote bei Protesten im Iran

Schah-Sohn Pahlavi drängt USA zum Eingreifen im Iran

Nach US-Treffen: Wadephul fordert härtere Iran-Sanktionen
Außenminister Johann Wadephul hat nach einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio schärfere Maßnahmen gegen die Führung in Teheran gefordert. Im Iran sehe man ein „Unrechtsregime“ ohne Legitimität im Volk, das gegen die eigene Bevölkerung Mittel einsetze, „die alle Regeln der Menschlichkeit verletzen“, sagte Wadephul.
Wadephul kündigte an, die Bundesregierung werde versuchen, Sanktionen auf die iranische Führung auszuweiten. Dazu zähle eine Listung im Terror-Sanktionsregime der Europäischen Union. Diese habe bislang nicht durchgesetzt werden können, weil dafür Einstimmigkeit in der EU benötigt werde. Er rief die Mitgliedstaaten auf, die Frage vor dem Hintergrund des gewalttätigen Vorgehens gegen Demonstrierende erneut zu prüfen.
Wadephul sprach dem iranischen Regime außerdem angesichts seines Vorgehens gegen die Demonstranten das Recht auf politische Führung ab. „Wir hören, dass Menschen, wie in der Vergangenheit, nicht nur gefangen genommen werden und schrecklicherweise gefoltert werden, sondern dass auch Schüsse fallen. Es gibt eine große Zahl von Toten“, sagte Wadephul nach einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio am Montag in Washington. „Und es zeigt einmal mehr: Dieses Regime hat offensichtlich keine Legitimität mehr, keine Unterstützung mehr im iranischen Volk.“

Blatt: Trump-Berater drängen beim Iran auf Diplomatie statt Militär

Bericht: Mehr als 600 Demonstranten im Iran getötet

Bericht: Siedlergewalt im Westjordanland stieg 2025 um 25 Prozent

Lufthansa will erst Ende Januar wieder in den Iran fliegen
Iran: Botschafter europäischer Länder einbestellt
EU-Parlament verbietet iranischen Diplomaten den Zugang
Berlin dringt auf Terror-Listung von Irans Revolutionsgarden
Merz ruft Teheran zum Schutz der Bevölkerung auf
Von Israel unterstützte Miliz tötet Hamas-Polizeioffizier in Gaza
Iran wirft USA und Israel Einflussnahme auf Proteste vor
Die iranische Regierung hat ihren Erzfeinden Israel und den USA eine Einmischung in die landesweiten Demonstrationen vorgeworfen. „Wir sehen uns einem terroristischen Krieg seitens der Feinde der iranischen Nation gegenüber“, sagte der Sprecher der Parlamentskommission für Nationale Sicherheit und Außenpolitik, wie die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Er sprach von einer Einflussnahme der beiden Länder und sagte, dass dafür „offene sowie verdeckte Belege“ existierten.Trump stellt Verhandlungen mit Teheran in Aussicht
Iranische Nachrichtenagentur Fars stellt Prominente an den Pranger

Iran: Justizchef fordert Vergeltung
Iranische Staatsmacht mobilisiert Anhänger
Der iranische Staat hat als Reaktion auf die systemkritischen Massenproteste seine eigenen Anhänger mobilisiert. Der staatliche Rundfunk veröffentlichte auf Telegram Ausschnitte aus dem TV-Programm, die Demonstrationen in mehreren iranischen Städten zeigen sollen. Teilnehmer schwenkten Flaggen und zeigten Bilder einiger der bei den Unruhen getöteten Sicherheitskräfte.Iran: Lage ist vollständig unter Kontrolle
Die Lage im Iran ist nach Angaben von Außenminister Abbas Araghtschi vollständig unter Kontrolle. Seit der Warnung von US-Präsident Donald Trump vor einer militärischen Reaktion der USA seien die Proteste in Gewalt umgeschlagen, um dafür einen Vorwand zu liefern, teilte der Außenminister am Montag mit. Der Iran sei bereit zu einem Krieg, aber auch zu Dialog. Das Internet werde in Absprache mit den Sicherheitskräften wieder eingeschaltet, erklärte er.

Merz kritisiert Gewalt gegen Demonstranten
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Gewalt iranischer Sicherheitskräfte gegen friedliche Demonstranten als „unverhältnismäßig“ und „brutal“ verurteilt. „Ich rufe die iranische Führung auf, ihre Bevölkerung zu schützen, statt sie zu bedrohen“, sagte Merz bei seinem Besuch in Indien. „Die Gewalt, die die Führung in Teheran gegen das eigene Volk richtet, verurteilen wir auf das Schärfste.“ Sie sei ein Zeichen der Schwäche und kein Zeichen der Stärke. „Und diese Gewalt muss enden.“
Merz würdigte ausdrücklich den Mut der Demonstranten. Sie würden sich friedlich für Freiheit in ihrem Land demonstrieren und das sei ihr gutes Recht.
Laut Aktivisten haben sich die Demonstrationen im Iran inzwischen auf 186 Städte ausgeweitet. 483 Demonstranten seien getötet worden, berichtete das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA. Insgesamt seien 544 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Kinder sowie 47 Sicherheitskräfte. Rund 10.700 Menschen seien festgenommen worden, hieß es weiter. Die Angaben der Organisation ließen sich unabhängig nicht überprüfen.
