1. Startseite
  2. Politik
  3. International
  4. Kims Truppen für Putin könnten westliche Hilfe für Ukraine rechtfertigen

Ukraine-KriegBeteiligung Nordkoreas könnte westlichen Beistand rechtfertigen

Tausende nordkoreanische Soldaten sind nach Russland entsandt worden. Greifen sie in den Krieg gegen die Ukraine ein, könnte der Westen Kiew Hilfe leisten, sagen Völkerrechtler.Dietmar Neuerer 25.10.2024 - 08:27 Uhr Artikel anhören
Kim Jong-un (r., M.) mit Offizieren des 2. Korps der nordkoreanischen Armee: Der südkoreanische Geheimdienst NIS geht davon aus, dass Nordkorea insgesamt rund 12.000 Soldaten nach Russland entsendet hat. Foto: -/KCNA/YNA/dpa

Berlin. Nach Einschätzung von Völkerrechtlern würde eine Beteiligung nordkoreanischer Soldaten an Kampfhandlungen in der Ukraine ein militärisches Eingreifen des Westens rechtfertigen. „Artikel 51 der UN-Charta räumt gegen einen bewaffneten Angriff auch ohne Ermächtigung durch den Sicherheitsrat das ‚naturgegebene‘ Recht auf individuelle und kollektive Selbstverteidigung ein“, sagte der Hamburger Völkerrechtsexperte Markus Kotzur dem Handelsblatt.

Dies bedeutet, wie Kotzur erläutert, die Nato-Partner könnten wie schon seit Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges „die Ukraine völkerrechtskonform durch kollektive Selbstverteidigungshandlungen unterstützen“.

So sieht es auch der Bonner Völkerrechtler Stefan Talmon. „Die Ukraine kann sich seit dem 24. Februar 2022 von anderen Staaten im Rahmen des kollektiven Selbstverteidigungsrechts helfen lassen“, sagte er dem Handelsblatt. Eine Beteiligung nordkoreanischer Soldaten führe als solche nicht zu einer Änderung der rechtlichen Lage.

Keine Kriegsbeteiligung, wenn sich nordkoreanische Söldner anwerben lassen

Auch Kotzur sagte, das Völkerrecht stünde „einer weitergehenden Unterstützung im Rahmen verhältnismäßiger Selbstverteidigung nicht entgegen“. Dass die westlichen Staaten dies bisher nicht getan hätten, sondern es bei Waffenlieferungen haben bewenden lassen, sei dennoch „eine vernünftige politische Entscheidung“. Womöglich auch wegen der dann wachsenden Eskalationsgefahr.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt