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Ministerinnen einig über RüstungskonzerneDeutschland und Frankreich verteilen Aufträge für gemeinsame Panzer und Jets

Deutschland und Frankreich beauftragen die Entwicklung neuer Kampfflugzeuge und Panzer. Dassault und Airbus sind dabei, auch Rheinmetall und KMW/Nexter werden beteiligt.Donata Riedel 21.11.2018 - 15:58 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Der französische Hersteller Dassault übernimmt die Führung bei der Entwicklung der deutsch-französischen Kampfflugzeuge.

Foto: Reuters

Berlin. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat sich mit ihrer französischen Amtskollegin Florence Parly auf die nächsten Schritte zur Entwicklung gemeinsamer Kampfflugzeuge und Kampfpanzer verständigt. Vorausgewählt für die Entwicklungsstudien wurden für das Kampfflugzeug Dassault und Airbus, für den Kampfpanzer Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann (KMW), das sich vor Jahren mit dem französischen Rüstungskonzern Nexter zusammengeschlossen hatte. Das teilte das Bundesverteidigungsministerium am Mittwochnachmittag mit.

Beim Kampfflugzeug hatte es zuletzt heftigen Streit in der Industrie gegeben, wer wie an dem Milliardenprojekt beteiligt wird. Airbus fürchtete dabei zuletzt, von französischen Unternehmen ausgebootet zu werden. Es stand zwar bereits seit Monaten fest, dass Dassault die Führung beim neuen Flugzeug bekommen soll. Doch Streit hatte es darüber gegeben, welche Firmen bei der technisch anspruchsvollen Systemsteuerung für den Flieger – inklusive der Begleitdrohnen und Bodenstationen, des „Future Combat Air System“ (FCAS) – zum Zuge kommen sollen. Darauf hätten sich nun die Ministerinnen am Rande des EU-Verteidigungsministertreffens in Brüssel geeinigt.

Mit der Einigung sei nun klar, dass auch deutsche Firmen am FCAS beteiligt sein werden. Für die erste Konzept- und Industriedesign-Studie bestimmten die Ministerinnen Dassault und Airbus als Co-Leader. Sie sollen auch eine erste Studie über die Konnektivität von Flugzeug und anderen Systemkomponenten erstellen. Die Verträge darüber wollen Deutschland und Frankreich Anfang 2019 unterzeichnen.

Airbus reagierte mit Erleichterung auf die Vereinbarung: „Wir begrüßen den zeitnahen Start einer gemeinsamen FCAS-Konzeptstudie mit klar definierten Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten ausdrücklich“, sagte Dirk Hoke, CEO von Airbus Defence and Space, dem Handelsblatt.

Die Vereinbarung der Verteidigungsministerinnen sei ein Meilenstein der deutsch-französischen Kooperation. „Wir stehen bereit, unseren Anteil zum Erfolg des Projekts beizutragen“, sagte Hoke. Der damit verbundenen Verantwortung für die Industrielandschaft in Deutschland und Frankreich sei man sich bewusst.

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Aus dem Ministerium hieß es, auch weitere Firmen würden zum Zuge kommen. Dies könnten zum Beispiel bei den Triebwerken Safran und MTU sein. Die Führung werde dabei immer ein französisches Unternehmen übernehmen.

Umgekehrt soll es beim Kampfpanzer sein: Da soll die industrielle Führung immer in Deutschland liegen. Mit der Ankündigung, Rheinmetall und KMW-Nexter zur Abgabe von Angeboten aufzurufen, will von der Leyen nun offenbar auch ein klares Signal an die beiden deutschen Panzerschmieden senden. Sie sollen sich – jedenfalls für diesen Auftrag – zusammenschließen. Denn es werde nur diesen einen großen deutsch-französischen Auftrag geben, hieß es ergänzend aus dem Ministerium.

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„Dies ist ein entscheidender Schritt für die europäische Verteidigung, der zeigt, dass Frankreich und Deutschland sich für Zukunftsprojekte zusammenschließen können“, heißt es in einer gemeinsamen Mittelung der beiden Verteidigungsministerinnen.

Grundsätzlich verstünden sich Deutschland und Frankreich als Motor in Europa – „auch im Bereich Rüstung“, betonte von der Leyen. Um die Projekte voranzutreiben, sei es „zielführend“, eine Führung festzulegen. Deutschland habe diese nun für die Entwicklung unbemannter Drohnen und für das Projekt der nächsten Panzergeneration. Frankreich habe dieselbe Verantwortung für das gemeinsame Kampfflugzeug.

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