Nach Drohnenabsturz: Schwarzes Meer wird Schauplatz geopolitischer Machtkämpfe
Das Binnenmeer ist nicht nur ökonomisch bedeutend, sondern immer mehr auch geostrategisch.
Foto: ReutersIstanbul. Der Absturz einer US-Drohne über dem Schwarzen Meer zeigt einmal mehr, wie geostrategisch zentral das Gewässer für Sicherheit und Handel ist. Seit der russischen Invasion in der Ukraine ist das Schwarze Meer selbst zum Kriegsschauplatz geworden. Damit steigen die Risiken für die Weltwirtschaft, denn auch ökonomisch ist das Binnenmeer wichtig, weil große Mengen wichtiger Rohstoffe und Produkte darüber gehandelt werden.
So werden große Teile der ukrainischen und russischen Getreideernte per Schiff von dort in die Welt transportiert. Staaten wie Ägypten und Tunesien beziehen ihre Weizenimporte zu großen Teilen aus Russland und der Ukraine.
In Kriegszeiten funktioniert das über ein zwischen Moskau und Kiew ausgehandeltes Abkommen. Dieses wäre eigentlich Ende der Woche ausgelaufen. Die Türkei und die Vereinten Nationen bemühen sich aber um eine Verlängerung um 120 Tage.
Die beiden Kriegsparteien hatten sich zwar am Dienstag grundsätzlich verständigt. Allerdings sprach Russland von 60 Tagen Verlängerung, die Ukraine dagegen von 120 Tagen.