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Netzwerk-Ausrüster Erste Details zu US-Vorwürfen gegen Huawei

US-Beamte haben ihren Verdacht gegen Huawei konkretisiert: Das Unternehmen sei angeblich in der Lage, auf US-Geheimdienstinformationen zuzugreifen.
12.02.2020 - 07:11 Uhr Kommentieren
Der Netzwerk-Ausrüster steht im Verdacht, über für Sicherheitsbehörden vorgesehene Schnittstellen auf Netze zugreifen Quelle: dpa
Huawei

Der Netzwerk-Ausrüster steht im Verdacht, über für Sicherheitsbehörden vorgesehene Schnittstellen auf Netze zugreifen

(Foto: dpa)

Washington Die US-Regierung hat erstmals etwas konkretere Details zu ihren Vorwürfen gegen den chinesischen Netzwerk-Ausrüster Huawei öffentlich gemacht. Amerikanische Regierungsbeamte sagten dem „Wall Street Journal“, Huawei könne nach Geheimdienstinformationen heimlich über eigentlich für Sicherheitsbehörden vorgesehene Schnittstellen auf Netze zugreifen. Huawei weist die Vorwürfe zurück.

Den US-Regierungsbeamten zufolge zeigten die Geheimdienst-Erkenntnisse, dass Huawei über die Fähigkeiten seit mehr als einem Jahrzehnt verfüge. Die USA hätten im vergangenen Jahr darüber unter anderem Großbritannien und Deutschland informiert, schrieb die Zeitung in der Nacht zum Mittwoch. Die jüngste britische Entscheidung, Technik von Huawei beim Ausbau der zukunftsträchtigen 5G-Netze zuzulassen, aber aus sicherheitsrelevanten Kernbereichen herauszuhalten, sei mit Kenntnis der amerikanischen Informationen erfolgt, hieß es.

Huawei erklärte der Zeitung, das Unternehmen unternehme nichts, was die Sicherheit von Daten gefährden würde und werde dies auch nicht tun. Ein ranghoher Vertreter der Firma bestritt zudem grundsätzlich, dass solche Überwachungsschnittstellen ohne Erlaubnis des Netzbetreibers genutzt werden könnten ohne dass es sofort auffällt. Die gesetzlich vorgesehenen Überwachungsschnittstellen dürfen nur noch Behörden und auf richterlichen Beschluss genutzt werden.

Die USA machen bei ihren Verbündeten schon länger Druck, auf Technik von Huawei beim Ausbau der 5G-Netze zu verzichten und verweisen dabei vor allem auf eine Spionage-Gefahr. Konkrete Beispiele oder Vorwürfe waren bisher nicht genannt worden.

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    • dpa
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