Russland: Söldnertruppe Wagner gerät nicht nur in der Ukraine unter Druck
Dieses vom französischen Militär publizierte Bild zeigt die russischen Wagner-Söldner in Nordmali.
Foto: APDie Söldnertruppe Wagner gerät nicht nur in der Ukraine zunehmend unter Druck. Auch auf dem afrikanischen Kontinent steht die Gruppe längst nicht so stabil da, wie ihre Führung und der Kreml es gerne behaupten.
Dies zeigt zum einen der schnelle Rückzug aus Mosambik, wo es Wagner nicht gelang, die islamistische Revolte im Norden des Landes zu stoppen. Auch in Mali ist es Wagner trotz eines zum Teil brutalen Auftretens gegen die Zivilbevölkerung bislang nicht gelungen, die fragile Sicherheitslage zu stabilisieren. Und im Sudan, wo Wagner vor allem wirtschaftlich operiert, scheint der Söldnertrupp sich in einer riskanten Strategie gegen Armeechef Abdel Fattah al-Burhan gestellt und ihn vor den Kopf gestoßen zu haben.
Wagner hat sich seit einiger Zeit von einer Schattenorganisation zu einer Gruppe mit einer starken Präsenz im Ausland entwickelt. Von der Ukraine bis nach Mali und in den Sudan ist sie mittlerweile ein zentraler Bestandteil der russischen Militärstrategie.
Doch nun scheint sich die Gruppe mit ihrem Engagement in immer mehr Staaten personell wie militärisch zu verheben. In der Ukraine ist die Truppe zunehmend unter Druck geraten. Wagner-Gründer Jewgeni Prigoschin selbst sprach bereits Ende März auf seinem Telegram-Kanal davon, dass der Stellungskampf um das ukrainische Bachmut Wagner „schwer geschädigt“ habe. Prigoschin geriet deshalb wiederholt mit dem russischen Verteidigungsministerium heftig aneinander.