Russland-Wirtschaft: Die Ökonomie schwächelt und zeigt strukturelle Probleme
Die starke Abhängigkeit von Rohstoffexporten ist eine Gefahr für die russische Wirtschaft.
Foto: IMAGO/ITAR-TASSRiga. Wie stark der Rückgang ausfallen wird, darüber gehen die Meinungen auseinander. Doch im Kern decken sich die Konjunkturprognosen: Russlands Wirtschaft wird im kommenden Jahr aller Voraussicht nach weiter schrumpfen.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass die Wirtschaftsleistung um 2,3 Prozent sinkt. Die Weltbank prognostiziert sogar einen Rückgang um 3,6 Prozent, die Deutsche Bank erwartet ein Minus von 2,8 Prozent. Vage bleibt die russische Zentralbank, die davon ausgeht, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um ein bis vier Prozent zurückgehen wird.
Zehn Monate sind seit Beginn des groß angelegten Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar vergangen. Und viele Ökonominnen und Ökonomen gehen mittlerweile davon aus, dass der Abschwung zwar weniger plötzlich kommen dürfte, als bei Verabschiedung der ersten westlichen Sanktionen gedacht. Aber dass er dafür länger dauern könnte.
Denn auch die optimistischeren Prognosen sollten nicht über die strukturellen Probleme des Landes hinwegtäuschen, meinen Experten. Die größten Schwierigkeiten sehen sie weiterhin in der starken Abhängigkeit von Rohstoffexporten.