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SchiffsunglückLuxusjacht „Bayesian“ aus dem Meer geborgen

Bei einem Sturm sank die Jacht, sieben Menschen starben – darunter der britische Unternehmer Mike Lynch. Zehn Monate später, nach Verzögerungen und einem tödlichen Unfall, ist das Wrack nun geborgen. 21.06.2025 - 17:09 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Das Wrack der Superjacht „Bayesian“ ist vor der Insel Sizilien geborgen worden. Foto: REUTERS

Palermo. Zehn Monate nach dem Untergang der Superjacht „Bayesian“ vor der Küste der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien ist das Wrack nun geborgen worden. Die heimische Küstenwache koordiniert die heikle Operation vor der Hafenstadt Porticello, nordöstlich von Palermo.

Mithilfe von Spezialkränen wurde zunächst die 56 Meter lange Segeljacht aus rund 50 Metern Tiefe angehoben. Derzeit wird das Wrack leergepumpt und stabilisiert, bevor es für weitere Untersuchungen in den Hafen von Termini Imerese geschleppt werden soll.

Die als unsinkbar deklarierte Megajacht war im August 2024 während eines Unwetters gekentert. Sieben Menschen starben bei dem Unglück, darunter der Eigentümer, der britische Software-Milliardär Mike Lynch und seine 18-jährige Tochter. Laut einem britischen Untersuchungsbericht war die „Bayesian“ für extreme Wetterlagen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde nicht ausgelegt.

Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa ist das Schiff zwar verschmutzt, zeigt aber bislang keine gravierenden Schäden am Rumpf. Die Aufbauten seien teilweise vom Unglück beschädigt. Der 72 Meter hohe Mast der Jacht, der bereits vor Tagen unter Wasser abgetrennt wurde, liegt noch auf dem Meeresgrund; die Bergung soll bis spätestens Montag erfolgen, sein Transport gilt aber laut Behörden als „vergleichsweise einfach“.

Die Bergung des Wracks galt als technisch äußerst anspruchsvoll und wurde mehrfach verschoben. Ein niederländischer Taucher kam bei Vorbereitungen unter Wasser ums Leben.

Spezialkräne heben die Segeljacht aus rund 50 Metern Tiefe an. Foto: AFP
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Seit Beginn der Hebung überwachen Drohnen mit Infrarotsensoren sowie Patrouillenboote die Umgebung, um Umweltgefahren frühzeitig zu erkennen. Im Wrack befinden sich nach Behördenangaben rund 18.000 Liter Treibstoff.

Auch die italienische Staatsanwaltschaft ist vor Ort. Das Ziel sei, Beweise zu sichern und etwaige Konstruktionsmängel zu dokumentieren sowie die Ursache des Unglücks zu klären. Bisher ermittelt sie wegen möglicher Pflichtverletzungen gegen den neuseeländischen Kapitän und zwei weitere Crewmitglieder. Ihnen wird vorgeworfen, Sturmwarnungen ignoriert und sich selbst in Sicherheit gebracht zu haben, während sie Passagiere zurückließen.

dpa
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