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UnglückLuxusjacht „Bayesian“ sank wohl aufgrund extremen Winds

Die 56-Meter-Jacht des Milliardärs Mike Lynch galt eigentlich als „unsinkbar“. Britische Experten haben in einem vorläufigen Bericht nun einen Grund für das Kentern ausgemacht. 15.05.2025 - 07:48 Uhr Artikel anhören
Vorbereitungen für die Bergung der „Bayesian“. Foto: AP

London. Die im vergangenen Jahr vor der Küste Siziliens untergegangene Luxusjacht „Bayesian“ ist nach Ansicht britischer Experten infolge extremen Winds gekentert. Das geht aus einem vorläufigen Bericht der britischen Untersuchungsbehörde für Schiffsunglücke hervor, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete.

Demnach wäre eine Windgeschwindigkeit von etwa 117 Kilometern pro Stunde ausreichend gewesen, um das Schiff auch ohne gesetzte Segel zum Umkippen zu bringen. Diese bauliche Schwäche sei aber weder dem Besitzer noch der Mannschaft bewusst gewesen, weil sie der Stabilitätsdokumentation nicht zu entnehmen gewesen sei.

Zum Zeitpunkt des Unglücks habe der Wind Geschwindigkeiten von knapp 130 Kilometern pro Stunde erreicht und die Jacht damit in weniger als 15 Sekunden umgeworfen, hieß es weiter. Die Untersuchung zum Unglückshergang wird vom britischen Marine Accident Investigation Branch (MAIB) geleitet, weil die Jacht in Großbritannien registriert war.

Der Untergang der als „unsinkbar“ bezeichneten 56-Meter-Jacht hatte im vergangenen Sommer rund um die Welt Schlagzeilen gemacht. Sieben Menschen kamen damals ums Leben.

Bei den Toten handelt es sich um den britischen Software-Milliardär und Besitzer der Jacht, Mike Lynch, dessen 18-jährige Tochter, zwei befreundete Paare und den Schiffskoch. Bis auf den Koch konnte sich die gesamte Besatzung retten. Insgesamt überlebten 15 Crewmitglieder und Gäste.

„Bayesian“: Ermittlungen gegen Kapitän

Die „Bayesian“ liegt seither in etwa 50 Meter Tiefe auf dem Meeresboden, ungefähr einen Kilometer von der Küste entfernt. Die geplante Bergung wurde kürzlich unterbrochen, nachdem ein 39 Jahre alter Taucher bei den Arbeiten ums Leben gekommen war.

Ermittelt wird bislang gegen den Kapitän und zwei weitere Besatzungsmitglieder. Ihnen wird zur Last gelegt, Sturmwarnungen ignoriert und sich selbst in Sicherheit gebracht zu haben, ohne sich um andere zu kümmern.

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Mit ihrem 75 Meter hohen Mast und einem Gewicht von 473 Tonnen gehörte die „Bayesian“ zu den größten Segeljachten weltweit. Aufnahmen von Unterwasserkameras zeigen, dass das Schiff auf dem Meeresboden noch recht intakt auf der rechten Seite liegt. Die Bergungsarbeiten haben sich bereits mehrfach verzögert. Zuletzt hatte es geheißen, sie solle bis Mitte Juni abgeschlossen sein.

dpa
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