Südkorea: Südkoreas Präsident verschiebt Deutschland-Reise
Seoul. Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol verschiebt seine geplante Reise nach Deutschland und Dänemark. Das teilte sein Büro am Mittwoch mit. Yoon sollte am Sonntag nach Deutschland abfliegen, wo ein Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz auf der Agenda stand. Auch ein Stopp in Kopenhagen war vorgesehen. Zur Begründung für die Verschiebung hieß es lediglich, man habe verschiedene Fragen geprüft und beide Länder konsultiert. Weitere Details wurden nicht genannt.
In Südkorea stehen am 10. April Parlamentswahlen an. Die Opposition wirft Yoon vor, zu viele Auslandsreisen zu unternehmen, bei denen nichts Konkretes herauskomme. Sein Büro hat dies als unbegründet zurückgewiesen.
Der Präsident steht außerdem wegen einer heimlich entstandenen Videoaufnahme in der Kritik. Diese zeigt, wie seiner Frau Kim Keon Hee von einem Pastor eine Luxustasche als Geschenk übergeben wird. Yoon spricht von einem „politischen Manöver“. Er hat jedoch zugesagt, Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass es erneut zu einem solchen Vorfall kommt.