Ukraine: Drachen-Drohnen sind keine Wunderwaffe – Gegenoffensive droht
Wien. Der Krieg in der Ukraine wäre auch ohne feuerspeiende Drachen-Drohnen furchterregend genug. Seit Anfang September setzen die Verteidiger diese ungewöhnliche Waffe gegen die russischen Angreifer ein: Sie greifen aus der Luft an und werfen Thermit über den feindlichen Positionen ab – ein über 2000 Grad heißes Gemisch aus flüssigem Eisen und Aluminium. Es setzt Bäume und Holzbunker in Brand, brennt sich sogar durch Metall hindurch.
Die Russen verlieren damit ihre Deckung und ihren Schutz. Stark ist die psychologische Wirkung: Eine ganze Stellung, die Feuer fängt, macht Angst und lähmt. Ein russischer Soldat schreibt auf Telegram: „Wir müssen uns tiefer eingraben. Feuerfester Backstein und Beton wären ideal. Aber wir nehmen alles, was wir in die Hand kriegen.“ Um die Feuer zu löschen, brauche er „Sand, viel mehr Sand und Wasser“.
Die Drachen-Drohnen tauchen inzwischen an verschiedenen Frontabschnitten zwischen Saporischja im Süden und Charkiw im Norden auf. Massenhaft eingesetzt werden sie nicht. Sobald der Herbst kühles und nasses Wetter bringt, büßen sie ihre Wirkung ein. Wunderwaffen sind sie nicht.