Ukraine-Krieg: Europäer warnen vor faulem Deal mit Putin und fordern Sicherheitsgarantien
Brüssel. Nach dem Treffen zwischen dem russischen dem US-Präsidenten reagieren die Europäer ernüchtert. Eine Waffenruhe, auf die viele gehofft hatten, kam in Alaska nicht zustande. Stattdessen überraschte Donald Trump mit einer klaren Ansage: Er wolle „direkt zu einem Friedensabkommen“ übergehen, „und nicht zu einem bloßen Waffenstillstandsabkommen, da diese oft nicht halten“.
Die Europäer wittern eine Falle Wladimir Putins, halten sich deshalb mit öffentlicher Kritik zurück: Sie bezweifeln, dass der russische Präsident wirklich einen dauerhaften Frieden anstrebt. Sollten sie Trumps Friedensinitiative jedoch zu laut kritisieren, würde Putin den Finger auf sie zeigen: Europa, nicht Russland, verhindere den Frieden.
Bereits neben Trump auf der Bühne in Alaska wartete der russische Präsident mit dieser Warnung auf: „Wir erwarten, dass Kiew und die europäischen Hauptstädte … nicht versuchen werden, den Fortschritt durch Provokationen oder verdeckte Intrigen zu torpedieren“, so Putin.
Tatsächlich sind EU-Spitzenpolitiker und Diplomaten alarmiert: Ein Friedensabkommen will der russische Präsident nur im Gegenzug für weitreichende Gebietsabtritte an Russland. Ukrainische Truppen sollen sich aus dem gesamten Donbass zurückziehen, der rohstoffreichsten und wirtschaftlich bedeutenden Region im Osten der Ukraine. Damit würde Russland für seinen rechtswidrigen Angriffskrieg belohnt.