Ukraine-Krieg: Russische Abgeordnete und ihre Söhne umgehen offenbar Kampfeinsätze
Russischen Abgeordneten und ihren Söhnen wird vorgeworfen, sich dem Kampf an der Front zu entziehen.
Foto: ReutersBerlin. Im Oktober 2022 gab der russische Präsident Wladimir Putin den Befehl zur Teilmobilisierung. Das russische Verteidigungsministerium verkündetet daraufhin, 300.000 Reservisten zur Armee einzuberufen. Doch offenbar wurden für manche Wege geschaffen, diesen Appell zu umgehen. So soll bestimmten russischen Bürgern im wehrfähigen Alter der direkte Einsatz an der Front erspart worden sein.
Nach dem Befehl zur Mobilisierung wurde offenbar eine geheime Einheit gegründet, die im Donbass stationiert sein soll. Darüber berichtet die britische Zeitung „The Telegraph“. Russischen Abgeordneten wird demnach vorgeworfen, eine ferngesteuerte Aufklärungskaskade eingerichtet zu haben, die sich weit hinter der Front befinde, sodass sie und ihre Söhne im Kampf gegen die Ukraine dienen können, ohne sich lebensbedrohlichen Gefahren auszusetzen.
Laut dem Bericht habe der Kreml zuvor Abgeordnete dazu angehalten, sich am Krieg zu beteiligen, um sich Respekt unter der russischen Bevölkerung zu verschaffen. Daraufhin hätten sich zahlreiche russische Abgeordnete der geheimen Einheit angeschlossen. Im Zuge dessen hätten sie sich regelmäßig in Militäruniformen und Medaillen ablichten lassen, um den Schein eines tatsächlichen Einsatzes im Kriegsgebiet zu erwecken.