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Ukraine-KriegTrump meldet umgehenden Start von Ukraine-Gesprächen mit Russland

US-Präsident Donald Trump hat mit Wladimir Putin eineinhalb Stunden gesprochen. Die beiden sollen sich auf den umgehenden Start von Verhandlungen geeinigt haben.Felix Stippler 12.02.2025 - 20:23 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Donald Trump am Mittwoch im Oval Office: Russland hat ein Telefonat mit Präsident Putin bestätigt. Foto: Bloomberg

Düsseldorf. US-Präsident Donald Trump zufolge sollen Verhandlungen für ein Ende im Ukraine-Krieg schnellstmöglich beginnen. Das erklärte Trump am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die russische Regierung bestätigte das Gespräch. Die beiden sollen sich den russischen Angaben zufolge rund eineinhalb Stunden miteinander unterhalten haben. Zudem kündigte Trump an, dass ein erstes Treffen der beiden Staatschefs offenbar in Saudi Arabien stattfinden soll.

„Wir haben beschlossen, sehr eng zusammenzuarbeiten und uns gegenseitig in unseren Ländern zu besuchen. Wir haben ebenfalls beschlossen, dass unsere Teams sofort mit Verhandlungen beginnen“, teilte Trump in seinem Posting mit. Zudem würde er umgehend den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über das Gespräch informieren.

Selenskyj bestätigte das Telefonat auf in einem Post auf X. Er habe mit Trump über Chancen für den Frieden zwischen der Ukraine und Russland gesprochen zu haben. Es sei ein „bedeutsames Gespräch“ gewesen, erklärte der ukrainische Präsident, die beiden wollen im Kontakt bleiben und Treffen planen.

„Niemand wünscht sich den Frieden so sehr wie die Ukraine. Gemeinsam mit den USA planen wir unsere nächsten Schritte, um die russische Aggression zu stoppen und Frieden zu gewährleisten“, schrieb Selenskyj. Zudem habe Trump ihn über Details aus dem Telefonat mit Putin informiert. Der US-Präsident berichtete auf Truth Social von einem guten Gespräch, Selenskyj würde Frieden wollen – genauso wie Putin.

Selenskyj hatte erst am Mittwoch in einem Interview mit dem Economist die Sorge geäußert, über Gespräche zwischen den USA und Russland im Dunkeln gelassen zu werden.

Er habe Außenminister Marco Rubio, CIA-Direktor John Ratcliffe, den nationalen Sicherheitsberater Michael Waltz und den Botschafter und Sondergesandten Steve Witkoff gebeten, die Verhandlungen zu leiten, schrieb Trump. „Millionen von Menschen sind in einem Krieg gestorben, der mit mir als Präsidenten nicht ausgebrochen wäre. Aber er ist ausgebrochen. Also muss er enden.“

Der US-Präsident hat mit seinem russischen Amtskollegen telefoniert. Putin habe signalisiert, dass er an „stabilem Frieden“ und einem Treffen interessiert sei, sagte Trump. Auch ein Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten sei „sehr gut“ verlaufen.

Außer über die Ukraine haben die beiden Trump zufolge auch über den Konflikt im Nahen Osten, Künstliche Intelligenz, der Stärke des Dollars und andere Themen gesprochen. Ähnliches berichteten die russischen Nachrichtenagenturen RIA und Tass.

Aus dem Kreml hieß es, Putin habe seine Bereitschaft erklärt, Repräsentanten des Weißen Hauses in Russland zu empfangen – auch zur Lösung des Ukraine-Konflikts, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. „Putin und Trump haben auch die Fortführung persönlicher Kontakte verabredet, darunter auch die Organisation eines persönlichen Treffens.“

Putin habe Trump nach Moskau eingeladen. Er verwies in dem Telefonat aber darauf, dass Russland auf einer Beseitigung der Ursache des Konflikts bestehe. Nach Darstellung Moskaus wurde der russische Angriffskrieg durch das Streben der Ukraine in die Nato und die angebliche Unterdrückung der russischsprachigen Minderheit verursacht.

US-Verteidigungsminister schließt Nato-Mitgliedschaft aus

Am Mittwoch hat der neue US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ebenfalls ein baldiges Ende im Ukraine-Krieg gefordert. Hegseth sagte bei einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Brüssel, dass Trump den Krieg mit diplomatischen Mitteln beenden wollen. „Aber wir müssen zunächst erkennen, dass eine Rückkehr zu den Grenzen der Ukraine von vor 2014 ein unrealistisches Ziel ist“, sagt Hegseth.

Mit einer Mitgliedschaft in der Nato rechnen die USA ebenfalls nicht, teilte der Verteidigungsminister in Brüssel mit. „Die Vereinigten Staaten glauben nicht, dass eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine ein realistisches Ergebnis einer Verhandlungslösung ist“, sagte er. Der neue Chef des Pentagons war erstmals bei einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe dabei.

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Reaktionen europäischer Staaten

Aus Sicht der europäischen Länder sollte die Ukraine über die Aufnahme der Verhandlungen entscheiden. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock sagte in Paris, dass es ohne die Beteiligung der Ukraine keine Entscheidung über den Krieg geben könne. Zudem sei es wichtig, dass Europa einig und verhandlungsbereit sei. Auch der französische Außenminister Jean-Noel Barrot sagte: „Es liegt an den Ukrainern, die Parameter eines Friedensabkommen festzulegen.“ Spaniens Außenminister teilte mit, es dürfte über die Ukraine nichts ohne die Ukraine und Europa entschieden werden.

Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa und Reuters

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