J.D. Vance in München: Donald Trumps Vize geht auf erste große Auslandstour
Washington. Ans Bein pinkeln sollte man J. D. Vance besser nicht. „Alles, was die Demokraten haben, sind Lügen“, schrieb Donald Trumps Vizepräsident in einer Rundmail an republikanische Anhänger. „Im Namen aller Amerikaner habe ich nur eines zu sagen: Pinkelt mir nicht auf die Stiefel und sagt dann, es regnet.“
Genau für solche Derbheiten verehren ihn mehr als 40 Prozent der US-Bürger, Tendenz steigend. Der Rest hat laut Umfragen eine „schlechte Meinung“ von Vance, was durchaus gewollt ist. Denn Trump hat Vance auch zu seinem Stellvertreter gemacht, „um die Linken verrückt zu machen“, wie es Trumps ehemaliger Nato-Botschafter Kurt Volker ausdrückt.
In dieser Woche könnte Vance nun das gediegene Publikum auf der Münchener Sicherheitskonferenz irritieren, die an diesem Freitag beginnt. Seine erste Auslandsreise im Amt hat ihn nach Europa geführt, wo er am Montag und Dienstag bereits am KI-Gipfel in Paris teilgenommen hat. Dort wurden die Spannungen zwischen den USA und Europa, die in dieser Woche durch hohe Strafzölle befeuert wurden, mehr als deutlich.