USA: „Lieber Donald!“ – Macron buhlt bei Trump um Ukraine-Hilfe
Washington. Vielleicht ist Emmanuel Macron der Einzige, der Donald Trump noch davon überzeugen kann, dass die USA sich langfristig für die Sicherheit der Ukraine engagieren. Zumindest zeigte sich beim Staatsbesuch des französischen Präsidenten im Weißen Haus, dass es noch europäische Staatslenker gibt, die der US-Präsident respektiert.
Trump ließ sich am Montag sogar vor laufenden Kameras vom französischen Präsidenten korrigieren. Der US-Präsident hatte behauptet, Europa würde „jeden Cent“ seiner Militärhilfen von der Ukraine erstattet bekommen – was nicht stimmt.
Macron ergriff Trumps Arm und stellte die Aussage richtig. Dass das nicht zu einem Eklat führte, liegt am persönlichen Verhältnis der beiden. Ihre langjährige Freundschaft wurde von US-amerikanischen und französischen Medien einst als „Bromance“ bezeichnet.
„Lieber Donald!“, sprach Macron den US-Präsidenten an. Trump nannte ihn umgekehrt „meinen Freund Emmanuel“, der einen „phänomenalen Job“ beim Wiederaufbau der abgebrannten Kathedrale Notre-Dame gemacht habe. „Ich verstehe viel vom Bauwesen. Irgendwann bekommen Sie dafür bestimmt Anerkennung!“, so Trump.