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USATrump-Berater knüpft Schicksal von Fed-Chef an Streit über Baukosten

Mögliche Kostenüberschreitungen bei einer Renovierung der Zentrale der Notenbank könnten Fed-Chef Jerome Powell sein Amt kosten. US-Präsident Donald Trump behält sich seine Entlassung vor. 13.07.2025 - 20:59 Uhr Artikel anhören
US-Präsident Donald Trump: Er hat wiederholt Powells Rücktritt gefordert, da die Notenbank die Zinsen nicht ausreichend gesenkt habe. Foto: dpa

Washington. Im Streit über die Amtsführung von Fed-Chef Jerome Powell behält sich US-Präsident Donald Trump dessen Entlassung vor. Zur Begründung nannte Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett am Sonntag in einem Fernsehinterview Kostenüberschreitungen bei der Renovierung der Zentrale der Notenbank.

Eine Entscheidung Trumps über eine mögliche Absetzung Powells werde stark von den Antworten abhängen, die die Fed auf die Fragen von Trumps Haushaltsdirektor Russell Vought gebe, sagte Hassett am Sonntag dem Sender ABC. Trump hat wiederholt Powells Rücktritt gefordert, da die Notenbank die Zinsen nicht ausreichend gesenkt habe.

Vought, der Haushaltsdirektor des Weißen Hauses, hatte Powell vergangene Woche in einem Brief Misswirtschaft und eine „pompöse Renovierung“ des Fed-Gebäudes in Washington vorgeworfen.

Fed: Laut Gesetz können Mitglieder des Fed-Direktoriums nur aus wichtigem Grund entlassen werden, nicht aber wegen Meinungsverschiedenheiten. Foto: REUTERS

Die Regierung wirft der Notenbank eine Kostenüberschreitung von 700 Millionen Dollar bei dem Projekt vor, das nun 2,5 Milliarden Dollar kosten soll. Powell hatte die Kostenüberschreitungen bei einer Anhörung im Kongress im vergangenen Monat einerseits eingeräumt. Andererseits wies er Vorwürfe einer luxuriösen Ausstattung zurück.

Laut Gesetz können Mitglieder des Fed-Direktoriums nur aus wichtigem Grund entlassen werden, nicht aber wegen Meinungsverschiedenheiten über die Zinspolitik. Das Gesetz über die Federal Reserve gewährt der Notenbank auch weite Entscheidungsfreiheiten über Angelegenheiten ihrer Gebäude.

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Neue Eskalation im Machtkampf um die Zinspolitik

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Hassett selbst war zuletzt als aussichtsreicher Kandidat für die Powells Nachfolge gehandelt worden. Als mögliche Anwärter gelten auch ehemalige Fed-Direktor Kevin Warsh und Finanzminister Scott Bessent und das Fed-Direktoriumsmitglied Christopher Waller. Einige Analysten sehen in der von Trump angestoßenen Diskussion einen Versuch, die Geldpolitik bereits vor dem Ende von Powells Amtszeit im Mai 2026 durch einen Schatten-Notenbankchef zu beeinflussen.

Die Fed hatte den Leitzins zuletzt im Dezember gesenkt. Seitdem hält sie ihn in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent. Die Währungshüter wollen zunächst abwarten, ob die von Trump angestoßenen weltweiten Zölle die Inflation anheizen. An den Finanzmärkten wird für September mit einer Wiederaufnahme der Zinssenkungen gerechnet.

rtr
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