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+++ USA +++Trump: Alles andere als US-Kontrolle über Grönland ist inakzeptabel

Live-BlogDutzend US-Staatsanwälte treten aus Protest gegen Trump-Regierung zurück +++ Trump zeigt einem Störenfried den Mittelfinger +++ Grönland schließt Anschluss an USA kategorisch aus +++ Der Newsblog. 14.01.2026 - 17:00 Uhr aktualisiert Artikel anhören
US-Präsident Donald Trump hat im Konflikt über von den USA erhobene Ansprüche auf Grönland einer einvernehmlichen Lösung eine Absage erteilt. Foto: Evan Vucci/AP/dpa
14.01.2026 – 16:00 Uhr Alisa Swoboda

FBI durchsucht Haus von „Washington Post“-Journalistin in Virginia

Agenten der US-Bundespolizei FBI haben das Haus einer Reporterin der Zeitung „Washington Post“ durchsucht. Die Zeitung berichtete, das Handy und eine Smartwatch der Journalistin Hannah Natanson seien bei dem Einsatz in ihrem Haus im US-Bundesstaat Virginia beschlagnahmt worden. Die Ermittlungen richteten sich gegen einen IT-Experten, der für die Regierung arbeitete und dem eine Weitergabe von Staatsgeheimnissen vorgeworfen wird.
14.01.2026 – 15:29 Uhr Alisa Swoboda

Bericht: USA setzen Visavergabe für 75 Länder aus

Die US-Regierung will einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche die Visavergabe für Besucher aus 75 Ländern aussetzen. Betroffen seien Menschen unter anderem aus Russland, dem Iran, Afghanistan, Brasilien, Thailand, Nigeria und Somalia, berichtete der Sender Fox News am Mittwoch. Die Entscheidung solle am 21. Januar in Kraft treten.

Der Sender berief sich auf eine Anweisung des US-Außenministeriums an seine Botschaften. Diese sollten demnach Visaanträge auf Grundlage bestehender Gesetze ablehnen, während das Ministerium seine Verfahren überprüfe. Ein Zeitrahmen der Aussetzung wurde nicht genannt. Vom Außenministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
14.01.2026 – 14:47 Uhr Alisa Swoboda

Dänemark und Grönland verstärken Militärpräsenz in der Arktis

Dänemark und Grönland haben am Mittwoch mit der Verstärkung ihrer militärischen Präsenz in und um die Arktis-Insel begonnen. Dies geschehe in enger Zusammenarbeit mit Verbündeten und sei Teil des Versprechens, die Verteidigung der Arktis auszubauen, teilten die beiden Regierungen mit. 

Die Ankündigung erfolgt unmittelbar vor einem Krisentreffen in Washington, bei dem die Außenminister Dänemarks und Grönlands mit US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio zusammentreffen wollen. Hintergrund des Treffens sind die seit Wochen andauernden Drohungen von US-Präsident Donald Trump, die Kontrolle über Grönland übernehmen zu wollen. Grönland ist ein autonomer Teil des Königreichs Dänemark und gehört damit auch der Nato an. 
14.01.2026 – 13:48 Uhr Alisa Swoboda

US-Notenbanker Kashkari springt Powell in Fehde mit Trump bei

Der ins Visier der US-Justiz geratene Notenbankchef Jerome Powell erhält Unterstützung aus den eigenen Reihen. Der Präsident des Notenbankbezirks Minneapolis, Neel Kashkari, sagte in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der „New York Times“, die Drohungen von Präsident Donald Trump gegen die Zentralbank im vergangenen Jahr hätten „im Wesentlichen mit der Geldpolitik zu tun“. 

Die US-Regierung hat strafrechtliche Ermittlungen gegen Powell eingeleitet, die der Fed-Chef als „Vorwand“ bezeichnete, die Leitzinsen zu beeinflussen. Notenbanken aus aller Welt stellten sich in einer gemeinsamen Erklärung hinter den US-Zentralbankchef.
14.01.2026 – 12:25 Uhr Anna Kipnis

Trump: Alles andere als US-Kontrolle über Grönland ist inakzeptabel

US-Präsident Donald Trump hat im Konflikt über von den USA erhobene Ansprüche auf Grönland einer einvernehmlichen Lösung eine Absage erteilt. Die Insel gehöre aus Gründen der nationalen Sicherheit in die Hände der USA, alles andere sei inakzeptabel, erklärte er auf seiner Plattform Truth Social und rief die Nato auf, dafür den Weg zu ebnen.

14.01.2026 – 05:46 Uhr Anna Kipnis

Gesetzentwurf im US-Senat würde Grönland-Annexion verbieten

Ein Gesetzentwurf im US-Senat würde es Präsident Donald Trumps Regierung verbieten, das Gebiet eines Nato-Staats ohne die Zustimmung des betroffenen Bündnispartners zu annektieren, zu besetzen oder anderweitig zu kontrollieren. Das Gesetz wurde angesichts des US-Anspruchs auf die zu Dänemark gehörende Arktisinsel Grönland von der republikanischen Senatorin Lisa Murkowski und der Demokratin Jeanne Shaheen eingebracht. 

Es war zunächst unklar, ob der Entwurf eine realistische Chance hat, von einer Mehrheit des Senats und anschließend auch im Repräsentantenhaus verabschiedet zu werden. Mit Blick auf Trumps Ansinnen, sich Grönland einzuverleiben, erklärten die Senatorinnen: „Solch ein Vorgehen würde dem Nordatlantikvertrag widersprechen, den Zusammenhalt der Nato schwächen und die bestehenden Bemühungen des Bündnisses untergraben, der Bedrohung durch Gegner wie Russland und China entgegenzutreten.“ 

Weiter erklärten die Senatorinnen: „Die Nato bleibt das erfolgreichste Verteidigungsbündnis in der Geschichte - und dessen Glaubwürdigkeit beruht auf dem gemeinsamen Verständnis, dass die Souveränität der Mitgliedsstaaten gegenseitig respektiert und verteidigt wird.“ 
14.01.2026 – 06:45 Uhr Anna Kipnis

Grönland schließt Anschluss an USA kategorisch aus

Grönlands Premierminister hat einen Anschluss der Insel an die USA kategorisch ausgeschlossen und betont, dass das arktische Territorium die Union mit Dänemark bevorzugt. Er hat signalisiert, dass Pläne zur Unabhängigkeit vorerst in den Hintergrund treten.

„Wir stehen derzeit vor einer geopolitischen Krise, und wenn wir uns hier und jetzt zwischen den Vereinigten Staaten und Dänemark entscheiden müssen, dann wählen wir Dänemark“, erklärte Premierminister Jens-Frederik Nielsen am Dienstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Kopenhagen. „Wir wählen das Grönland, das wir heute kennen, das Teil des Königreichs Dänemark ist“, sagte Nielsen.
Jens-Frederik Nielsen Reuters
14.01.2026 – 00:02 Uhr Sarah Sendner

Dutzend US-Staatsanwälte treten aus Protest gegen Trump-Regierung zurück

Aus Protest gegen die Regierung von US-Präsident Donald Trump im Umgang mit Bürgerrechtsfällen wollen mindestens ein Dutzend Bundesstaatsanwälte ihre Ämter niederlegen. Dies sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Dienstag. Die Kündigungen erstrecken sich demnach auf die Bürgerrechtsabteilung des Justizministeriums in Washington und die Bundesstaatsanwaltschaft in Minneapolis. Allein in Minnesota hätten sechs Staatsanwälte ihren Rücktritt eingereicht. Anlass sei die Anweisung aus der Führung des Justizministeriums, gegen die Witwe einer bei einem Polizeieinsatz getöteten Frau zu ermitteln.

Weitere sechs hochrangige Staatsanwälte der Bürgerrechtsabteilung in Washington kündigten ebenfalls ihren Abschied an. Ihnen sei zuvor mitgeteilt worden, dass sie nicht an der Untersuchung der tödlichen Schüsse in Minnesota beteiligt würden, hieß es. Dies ist üblicherweise die Aufgabe dieser Abteilung. 

14.01.2026 – 05:48 Uhr Anna Kipnis

Umfrage: Klare Mehrheit stellt sich hinter Grönland

Die Bundesbürger stehen der aktuellen US-Außenpolitik mit Blick auf Venezuela und Grönland kritisch gegenüber und befürworten eine deutliche Haltung Deutschlands gegenüber Washington.
Zwei Drittel der Wahlberechtigten (66 Prozent) halten die US-Militäraktion mit der Festnahme des autoritären venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro für nicht gerechtfertigt, wie eine YouGov-Umfrage für die Deutsche Presse-Agentur ergab. 

73 Prozent befürworten zudem die Positionierung Deutschlands und mehrerer großer europäischer Länder, die sich in einer gemeinsamen Stellungnahme hinter Dänemark und Grönland gestellt hatten.
Die Einschätzungen, ob es zu einem militärischen Eingreifen der USA in Grönland kommen könnte oder nicht, halten sich die Waage. 39 Prozent halten das für wahrscheinlich, 40 Prozent für unwahrscheinlich. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erneut mit der Annexion Grönlands gedroht und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen begründet. 

2080 Wahlberechtigte wurden von YouGov zwischen dem 9. und 12. Januar repräsentativ befragt.
14.01.2026 – 03:21 Uhr Sarah Sendner

USA investieren eine Milliarde Dollar in Hersteller von Patriot-Raketenmotoren

Die US-Regierung investiert eine Milliarde Dollar in das Raketenmotoren-Geschäft des Rüstungskonzerns L3Harris Technologies. Damit solle der Nachschub an Antrieben für eine breite Palette von Raketen gesichert werden, darunter auch für das von der Bundeswehr genutzte Patriot-Flugabwehrsystem, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Regierung erhält im Gegenzug eine Wandelanleihe, die bei einem für 2026 geplanten Börsengang der neuen Sparte in Aktien umgewandelt wird. „Wir ändern unseren Ansatz zur Sicherung unserer Munitionslieferkette grundlegend“, sagte der zuständige Unterstaatssekretär im Verteidigungsministerium, Michael Duffey. Die Aktie von L3Harris legte nach der Ankündigung um ein Prozent zu.
14.01.2026 – 01:17 Uhr Sarah Sendner

Trump zeigt einem Störenfried den Mittelfinger

US-Präsident Donald Trump hat bei einem Besuch in einem Ford-Werk im US-Bundesstaat Michigan mit Obszönitäten auf störende Zwischenrufe reagiert. Jemand rief dem Präsidenten mehrere Sätze zu, darunter die Aussage, dass Trump ein „Beschützer von Pädophilen“ sei – wohl in Bezug auf den Fall Jeffrey Epstein.

Ein von TMZ veröffentlichtes Video legt nahe, dass Trump als Reaktion auf die Beleidigung die Worte „fuck you“, also „fick dich“ mit dem Mund formte und seinen Mittelfinger ausstreckte. Ein Sprecher des Weißen Hauses, Steven Cheung, sagte: „Ein Irrer schrie in einem völligen Wutanfall wild Obszönitäten, und der Präsident gab eine angemessene und unmissverständliche Antwort.“ Es ist nicht das erste Mal, dass Trump vor laufenden Kameras ausfällig wurde.

13.01.2026 – 23:20 Uhr Angelika Ahrens

Wadephul: Über Grönland entscheiden die Bewohner

Außenminister Johann Wadephul pocht angesichts der Begehrlichkeiten der USA auf Grönland auf das Selbstbestimmungsrecht der dortigen Bewohner. Was mit Grönland geschehe, entschieden die Grönländerinnen und Grönländer, und die wollten beim Königreich Dänemark bleiben, sagte der CDU-Politiker am Rande seines US-Besuchs in den ARD-„Tagesthemen“. „Wenn sie eine andere Entscheidung treffen, dann ist es ihre Sache, es ist ihr Selbstbestimmungsrecht. Das ist eine ganz klare internationale Rechtsregel“, betonte Wadephul. 

Der Minister bekräftigte seine Einschätzung, dass es keine Hinweise für eine Militäraktion der USA zur Annexion Grönlands gebe. „Ich sehe dafür keinen Anhaltspunkt, dass das irgendjemand hier machen möchte und es dafür ernsthafte Pläne gibt“, sagte er. 
13.01.2026 – 22:52 Uhr Angelika Ahrens

Trump setzt Museumsbetreiber wegen US-Jahrestags unter Druck

Der Museumsbetreiber Smithsonian Institution in den USA bekommt Druck von der Trump-Regierung zu spüren. Am (heutigen)  Dienstag sollte eine Frist ablaufen, bis zu der die Einrichtung dem Weißen Haus Details dazu vorlegen muss, wie die Smithsonian Institution den 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA in diesem Jahr feiern will. Präsident Donald Trump versucht, negative Elemente aus Darstellungen der Geschichte der USA zu verbannen. So hat er der Museumseinrichtung mit dem Entzug von Geldern gedroht, sollte sie weiter Narrative abbilden, die er für spalterisch hält.

Die Smithsonian Institution ist ein wichtiger Teil der Kultur der USA. Sie betreibt 21 Museen und einen Zoo, die zu den beliebtesten Touristenzielen in der Hauptstadt Washington zählen. Die Trump-Regierung hat den Museumsbetreiber aufgefordert, sämtliche Exponate, Wandtexte und anderes Material aufzulisten, das Teil der Feierlichkeiten zum Jahrestag im Sommer ist. Ziel der Regierung ist es, den Amerikanerinnen und Amerikanern einen positiven Blick auf die Geschichte des Landes zu präsentieren und mit Schande behaftete Episoden aus der Vergangenheit auszusparen.
13.01.2026 – 22:31 Uhr Angelika Ahrens

USA setzen drei Ableger der Muslimbruderschaft auf Terrorliste

Die USA haben drei Ableger der islamistischen Muslimbruderschaft im Libanon, in Jordanien und Ägypten auf ihre Terrorliste gesetzt. „Die Vereinigten Staaten werden alle verfügbaren Mittel einsetzen, um diese Zweigstellen der Muslimbruderschaft ihrer Ressourcen zu berauben, die sie für terroristische Aktivitäten oder deren Unterstützung benötigen“, schrieb US-Außenminister Marco Rubio auf der Plattform X. 

Damit werden Vermögenswerte von Mitgliedern dieser Gruppen in den USA eingefroren. US-Bürger dürfen keine Geschäfte mit ihnen durchführen. 
13.01.2026 – 22:13 Uhr Angelika Ahrens

Wadephul in Washington: Mehr Konsens als Dissens mit den USA

Außenminister Johann Wadephul sieht nach seinen Gesprächen in Washington trotz teils harter Kritik aus den USA an Deutschland und Europa auch große Bereitschaft zu enger Zusammenarbeit. Natürlich gebe es Dissens, „natürlich haben wir Diskussionen richtigerweise über Fragen des Völkerrechtes“, sagte der CDU-Politiker zum Abschluss seines USA-Besuches. Es gebe aber sehr viel mehr Punkte, in denen Deutschland und Europa „einen großen Konsens mit den Vereinigten Staaten von Amerika haben“. 

Neben Vertretern der Demokraten hatte Wadephul auch mehrere Republikaner zu Gesprächen getroffen. „Es waren zum Teil auch harte Argumente, die ausgetauscht werden mussten, aber es war sehr viel Verständnis und sehr viel Vernunft dabei“, sagte der Minister. Kein Gesprächspartner habe aber Vorwürfe über eine beschränkte Meinungsfreiheit in Europa oder Deutschland oder die Migrationspolitik gemacht. 

13.01.2026 – 19:41 Uhr Patricia Hoffhaus

Proteste nach Festnahme von Stadtrat-Mitarbeiter in New York

Die Verhaftung eines Angestellten des New Yorker Stadtrats im Rahmen der Anti-Einwanderungs-Kampagne der Trump-Regierung hat für Proteste gesorgt. Bürgermeister Zohran Mamdani sagte, er sei empört. Die Verhaftung des Mannes sei „ein Angriff auf unsere Demokratie, auf unsere Stadt und unsere Werte“. Der Mitarbeiter wurde am Dienstag in einem Haftzentrum in Manhattan festgehalten.

Die US-Einwanderungsbehörde ICE gab an, der Mann habe sich nicht an die Frist eines Touristenvisums gehalten, sei einst wegen Körperverletzung verhaftet worden und habe „kein Recht, in den Vereinigten Staaten zu sein“.
13.01.2026 – 15:45 Uhr Patricia Hoffhaus

Regierungskreise: Dänemark half USA bei Einsatz gegen Öltanker

Dänemark hat den USA beim Abfangen eines Öltankers im Atlantik in der vergangenen Woche geholfen. Das verlautete am Dienstag aus dänischen Regierungskreisen. Wie die Unterstützung ausgesehen habe, sagte eine Gewährsperson nicht. Bei dem US-Einsatz im Osten des Atlantischen Ozeans war nach wochenlanger Verfolgung ein Öltanker gestoppt worden, der gegen US-Sanktionen verstoßen haben soll. Über die dänische Unterstützung bei dem Einsatz hatte zuerst Newsmax berichtet.
13.01.2026 – 15:31 Uhr Patricia Hoffhaus

US-Behörde will Suizid-Warnhinweise bei Abnehmspritzen streichen

Die US-Arzneimittelbehörde FDA will Warnhinweise vor einem möglichen Suizidrisiko bei den populären Abnehmmitteln der GLP-1-Klasse streichen lassen. Eine umfassende Überprüfung der Behörde habe kein erhöhtes Risiko für Suizidgedanken und -verhalten im Zusammenhang mit der Einnahme der Medikamente ergeben, teilte die FDA am Dienstag mit. 

Die Hersteller seien daher aufgefordert worden, die entsprechenden Hinweise von den Etiketten zu entfernen. Zu den betroffenen Medikamenten gehören die Abnehmspritze Wegovy und das ältere Mittel Saxenda von Novo Nordisk sowie Zepbound von Eli Lilly.
13.01.2026 – 15:26 Uhr Patricia Hoffhaus

Nielsen: Grönland lieber Teil Dänemarks als der USA

Lieber Dänemark als USA: Der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen hat deutlich gemacht, dass Grönland unter keinen Umständen zu den USA gehören will. „Wenn wir zwischen den USA und Dänemark wählen müssen, dann wählen wir Dänemark“, sagte Nielsen bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Kopenhagen. 

Frederiksen betonte, es sein nicht einfach gewesen, dem „völlig inakzeptablen Druck unserer engsten Verbündeten“ standzuhalten. Aber man könne nicht mit Macht Grenzen verschieben und man könne keine Bevölkerung kaufen, betonte sie. Sie warnte jedoch: „Der härteste Teil liegt noch vor uns.“ Dafür gebe es derzeit viele Anzeichen.
Grönländischer Regierungschef Jens-Frederik Nielsen und Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. AFP
13.01.2026 – 14:21 Uhr Patricia Hoffhaus

USA genehmigen erstes Medikament gegen seltene Erbkrankheit Menkes

In den USA ist erstmals ein Medikament zur Behandlung der seltenen Erbkrankheit Menkes zugelassen worden. Die US-Gesundheitsbehörde FDA erteilte dem Mittel Zycubo der US-Biotechfirma Fortress Biotech und des indischen Herstellers Zydus Lifesciences die Zulassung, wie Fortress am Dienstag mitteilte. 

Die Menkes-Krankheit ist eine genetische Störung, die die Aufnahme von Kupfer aus der Nahrung beeinträchtigt und vor allem männliche Säuglinge betrifft. Zu den Symptomen gehören schütteres Haar, Krampfanfälle und Entwicklungsverzögerungen. Unbehandelt sterben viele Patienten im Alter von zwei bis drei Jahren.
13.01.2026 – 14:13 Uhr Patricia Hoffhaus

Trump spricht beim Weltwirtschaftsforum in Davos

US-Präsident Donald Trump kommt zurück auf die Bühne des Weltwirtschaftsforums in Davos. Er werde mit der größten US-Delegation anreisen, die das Treffen von Topmanagern und Politikgrößen in den Schweizer Bergen je gesehen habe, kündigte WEF-Präsident Børge Brende an. Die Jahrestagung in der kommenden Woche verzeichne auch insgesamt eine Rekordteilnahme. Aus Deutschland werden unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil erwartet.
13.01.2026 – 11:10 Uhr Lukas Bay

Grönland: Mittwoch Treffen zwischen USA und Dänemark

Im Streit um US-Ansprüche auf Grönland trifft sich der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen an diesem Mittwoch in Washington mit US-Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio. An dem Treffen solle auch die für Außenpolitik zuständige grönländische Ministerin Vivian Motzfeldt teilnehmen, meldete die dänische Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf Rasmussen. Nach Angaben des dänischen Senders DR soll es um 16.30 Uhr MEZ (10.30 Uhr Ortszeit) beginnen. 

Vance werde auf eigenen Wunsch an dem Treffen im Weißen Haus teilnehmen, so der dänische Außenminister nach einer Sitzung des auswärtigen Ausschusses in Kopenhagen. Man wolle die Situation in einem Rahmen erörtern, wo man sich in die Augen schauen könne. Weitere Kommentare wolle er derzeit nicht abgeben. Zuvor hatte es einen tagelangen verbalen Schlagabtausch zwischen unter anderem US-Präsident Donald Trump und dänischen Politikern wie Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in der Angelegenheit gegeben. Trump will Grönland den USA einverleiben.
13.01.2026 – 05:31 Uhr Lukas Bay

Trump-Sondermittler Smith bekommt öffentliche Anhörung

Trump-Sonderermittler Jack Smith bekommt die Chance, seine einstige Anklage gegen den heutigen US-Präsidenten wegen Wahlbetrugs öffentlich zu verteidigen. Er soll sich am 22. Januar Fragen von Abgeordneten im Rechtsausschuss des Repräsentantenhauses stellen, wie dessen Vorsitzender Jim Jordan ankündigte.

Donald Trump war 2023 von Smith in Washington auf Bundesebene im Zusammenhang mit versuchtem Wahlbetrug und dem Sturm seiner Anhänger auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 angeklagt worden. Es handelte sich um die schwerwiegendsten Vorwürfe gegen ihn. Im Falle einer Verurteilung hätte Trump eine jahrzehntelange Haftstrafe gedroht. 

Smith überarbeitete die Anklage im Sommer 2024, nachdem das Oberste Gericht US-Präsidenten weitreichende Immunität für Amtshandlungen bescheinigt hatte. Nach Trumps Wiederwahl 2024 wurde die Anklage fallengelassen. Trump und seine Verbündeten bei den Republikanern hatten die Ermittlungen als politische Verfolgung abgetan.
13.01.2026 – 02:04 Uhr Angelika Ahrens

Wadephul bedauert vor Treffen mit Guterres US-Rückzug aus UN

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat die Bedeutung der Vereinten Nationen für den globalen Zusammenhalt hervorgehoben und die USA für deren Rückzug aus multinationalen Organisationen indirekt kritisiert. „Für uns ist klar, multilaterale Zusammenarbeit ist wichtiger denn je“, sagte Wadephul nach einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio am Montag in Washington. „Wir brauchen die UN, um die vielen globalen Herausforderungen gemeinsam angehen zu können. Das kann und das muss kein Land alleine stemmen“, betonte der Minister.
13.01.2026 – 00:59 Uhr Angelika Ahrens

Reservistenverband will Trump mit deutschen Soldaten auf Grönland zuvorkommen

Der Präsident des Verbands der Reservisten der Bundeswehr, Patrick Sensburg, hat die Stationierung deutscher Soldaten auf Grönland gefordert, um einem möglichen Kauf der Insel durch die USA zuvorzukommen. Europa müsse viel stärker Präsenz auf Grönland zeigen, sagte Sensburg der Zeitung „Bild“ (Dienstagausgabe). „Wir müssen davon ausgehen, dass US-Präsident Trump mit Grönland Ernst macht.“ Es müssten in kurzer Zeit zwei europäische Brigaden unter der Führung Dänemarks dorthin verlegt werden. „Auch Deutschland wird hier besonders in der Pflicht stehen“, fügte Sensburg hinzu.


Sensburg zufolge böte eine solche Verlegung auch Chancen für die Bundeswehr. Soldaten könnten neben der Gebirgs- und Winterkampfschule in Mittenwald auch in Grönland trainieren und ausgebildet werden. „Das wird Europa stärker zusammenschweißen“, erklärte der Verbandspräsident. 
HB
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