USA: Wie Bannon und seine Tochter ihre ultrarechte Mission umsetzen
Washington. Zu Steve Bannon muss man sich durchkämpfen. Wenn der 71-jährige ehemalige Chefstratege von US-Präsident Donald Trump vor seine Fans tritt, ist er sofort umringt, bewegt sich langsam durch den Raum, begleitet von einer Menschenmenge.
Der Ex-Chefredakteur der rechten Plattform „Breitbart“ war im US-Wahlkampf 2016 Trumps sogenannter Spindoktor und verhalf ihm zum Einzug ins Weiße Haus. Zwar spielt der ehemalige Marineleutnant und Goldman-Sachs-Banker keine aktive Rolle mehr in der Trump-Regierung. Noch in seiner ersten Amtszeit hatte Trump ihn wegen strategischer Differenzen vor die Tür gesetzt. Zuletzt saß Bannon wegen seiner Rolle beim Sturm fanatischer Trump-Anhänger auf das Kapitol sogar vier Monate im Gefängnis.
Dennoch bleibt Bannon eine wichtige Stimme im „Make America great again“-Lager (MAGA) der USA – mit seiner Onlinesendung „War Room“ könnte er weiter an Einfluss gewinnen in Zeiten, in denen rechte Influencer und Podcaster exklusiven Zugang zu Trumps Weißem Haus bekommen.