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WEF in DavosJetzt live – Verfolgen Sie die Rede von Frankreichs Präsident Macron in Davos

Live-BlogUS-Finanzminister Bessent warnt in Zollstreit vor „Hysterie“ +++ EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen – „Souveränität des dänischen Territoriums ist nicht verhandelbar“ +++ Der Newsblog. 20.01.2026 - 14:27 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Emmanuel Macron: Frankreichs Präsident spricht in Davos – mit Sonnenbrille wegen einer Augenverletzung, wie er sagte. Foto: REUTERS

Verfolgen Sie die Rede von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ab 14 Uhr hier live:

20.01.2026 – 13:27 Uhr Timm Seckel

Macron nennt Europa „naiv“ – und will Vorrang für Europa in der Handelspolitik

Macron warnt: „Europa ist zu naiv.“ Der EU-Binnenmarkt sei so offen wie kein anderer auf der Welt, im Gegensatz zum chinesischen und dem US-amerikanischen. Europa müsse nun seine Chemie- und Autoindustrie schützen, „denn sie werden wortwörtlich getötet“. Das Anti-Coercion-Instrument (ACI), die schärfste denkbare EU-Vergeltung gegen mögliche US-Zölle, sei ein realistischer Schritt. Deutschland und Frankreich arbeiteten gerade an einem gemeinsamen Vorschlag, um zu einer Art „Bevorzugung für Europa“ für den EU-Binnenmarkt zu kommen – und so mit den USA und China gleichzuziehen, die ihre eigenen Firmen bereits seit Langem bevorzugten.
20.01.2026 – 13:22 Uhr Timm Seckel

Macron weist Trump-Kritik zurück

Mit Blick auf die Zoll-Drohung von US-Präsident Donald Trump erklärt Macron dessen Kritik für unbegründet. Europa habe mit der Entsendung einiger weniger Soldaten nach Grönland niemanden bedroht, sondern den gemeinsamen Verbündeten Dänemark unterstützt. Die angedrohten Zölle würden am Ende niemandem helfen, sagt Macron weiter.
20.01.2026 – 13:20 Uhr Timm Seckel

Macron zeichnet negatives Bild der Weltlage – und warnt vor „neuem Kolonialismus“

„Es ist eine Zeit der Stabilität, des Friedens und der Erwartbarkeit“, sagt Emmanuel Macron zu Beginn seiner Rede – ein Scherz, Heiterkeit im Publikum. Doch dann wird Macron ernst: das Gegenteil sei der Fall. Imperialistische Tendenzen seien zurück in der Welt, es herrschten mehr Kriege denn je. „Es ist eine sehr besorgniserregende Zeit“, sagt Macron. Große Volkswirtschaften verließen immer mehr Institutionen, in denen Frieden hergestellt werden könne.

„Es macht keinen Sinn, einen neuen kolonialistischen Ansatz zu akzeptieren“, warnt Macron. Weder Staaten noch Wirtschaftslenker dürften das akzeptieren. Europa müsse sich angesichts dessen souveräner und autonomer aufstellen.
20.01.2026 – 12:47 Uhr Timm Seckel

Selenskyj will nur unter Bedingungen nach Davos reisen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Besuch beim Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) von möglichen Vertragsunterzeichnungen oder weiteren Hilfszusagen abhängig gemacht. „Wenn die Dokumente fertig sind, dann wird es ein Treffen (mit US-Präsident Donald Trump) und eine Reise geben“, sagte der Staatschef Journalisten, wie mehrere örtliche Medien übereinstimmend berichteten. Er werde auch reisen, wenn es Zusagen für weitere Unterstützung im Energiebereich oder zusätzliche Flugabwehrsysteme gebe. „Doch bisher habe ich in der Ukraine einen Auftrag und für mich ist es essenziell, hier alle Dienste zu koordinieren“, fügte Selenskyj hinzu.

Kiew hofft im Rahmen eines größeren US-Friedensplans auf die Unterzeichnung von Abkommen über Sicherheitsgarantien und einen milliardenschweren Wiederaufbauplan mit den USA. Die Gespräche darüber stockten aber zuletzt. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion.

20.01.2026 – 11:06 Uhr Sebastian Matthes

Wirtschaftsvertreter sieht „Verrohung der Sitten“ in den USA auch im Geschäft

Der zunehmend ruppige geopolitische Umgang habe längst auch Folgen für das Geschäft, sagte ein global tätiger CEO dem Handelsblatt am Rande des WEF in Davos. „Wir erleben eine Verrohung der Sitten.“ Das zeige sich vor allem in einer immer schlechteren Zahlungsmoral, gerade in den USA. „Es kommt mitunter vor, dass wir dort Aufträge abschließen und anschließend die Ansage bekommen, wegen Unzufriedenheit wird die Rechnung nur mit Abschlag beglichen“. Das habe es so vor einigen Jahren in den USA praktisch nie gegeben.

20.01.2026 – 10:59 Uhr Timm Seckel

Trump plant Ankündigung zu „Friedensrat“ am Donnerstag

Ungeachtet der zurückhaltenden Rückmeldungen europäischer Verbündeter plant US-Präsident Donald Trump für diesen Donnerstag eine Ankündigung zu seinem „Friedensrat“. Diese sei für 10:30 Uhr im Schweizer Alpenort Davos avisiert, wie das Weiße Haus mitteilte. Medienberichten zufolge will Trump dann die sogenannte „Charta des Friedensrates“ unterzeichnen.

Das Format dürfte am Rande des derzeitigen Weltwirtschaftsforums in Davos stattfinden. Dort wird Trump am Mittwoch zu einer Rede vor internationalem Publikum erwartet.

Die Bundesregierung reagierte bislang verhalten auf die Einladung zum neu geschaffenen Gremium. Auch Frankreich zeigte sich zögerlich. Unter anderem wurden zudem EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Kremlchef Wladimir Putin, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, und Polens rechtskonservativer Präsident Karol Nawrocki eingeladen.

20.01.2026 – 08:50 Uhr Martin Greive

Zollstreit: US-Finanzminister Bessent warnt EU vor „Hysterie“ 

US-Finanzminister Scott Bessent hat die EU im Konflikt um Grönland vor „Hysterie“ gewarnt. „Wir erleben gerade die gleiche Hysterie wie am Liberation Day am 2. April im vergangenen Jahr“, sagte Bessent am Dienstagmorgen in einem Gespräch mit Journalisten. „Ich kann allen nur raten, sich zurückzulehnen, einmal tief durchzuatmen und die Dinge geschehen zu lassen“, sagt Bessent. Anfang April hatte US-Präsident Donald Trump Zölle für die meisten Länder der Welt angekündigt.

Die Zölle im Konflikt um Grönland seien eine „ganz andere Sache“ als die bereits vereinbarten Zolldeals zwischen den USA und anderen Staaten. Es wäre nicht klug, sich mit den USA anzulegen und bereits vereinbarte Zolldeals aufzukündigen, sagte der Finanzminister in Richtung EU. „Ich rate allen dazu, sich an vereinbarte Zolldeals zu halten.“ Bessent kritisierte auch die Deutsche Bank, die in einer Analyse geschrieben hatte, die EU könnte ihre US-Anleihen als „Waffe“ gegen die USA einsetzen. Die Bank verbreite „falsche Narrative“, die dann von Medien aufgegriffen würden, sagte Bessent. Die USA seien ein „Verbündeter Europas“, Mitglied der Nato und stünden mit der EU an der Seite der Ukraine. „Das heißt aber nicht, dass wir nicht Differenzen über die Zukunft Grönlands haben können.“

AP
20.01.2026 – 10:39 Uhr Sebastian Matthes

Roland-Berger-CEO Schaible: „Europa braucht ein Signal der Stärke“ 

„Die Reaktion der EU auf die Drohung mit den Sonderzöllen war richtig“, sagt Roland-Berger-Chef Stefan Schaible am Rande des WEF in Davos. „Aber das kann nur der Anfang sein.“ Europa müsse das Thema Souveränität jetzt wirklich vorantreiben, eine europäische Nukleargemeinschaft, europäische Cloud-Angebote, ein vollendeter Kapitalmarkt, ein europäisches Zahlungssystem – und Eurobonds. „Es geht jetzt darum, ein klares Signal der Stärke zu zeigen, sonst wird Europa nur noch am Ring durch die Manege gezogen.“ Er mache sich aber große Sorgen um Europa, gerade die Uneinigkeit werde immer mehr zu einem Problem. „Wie viele Wake-up-Calls wollen wir denn noch verstreichen lassen?“, fragt Schaible. „Wir müssen endlich verstehen, dass wir auf einem sinkenden Schiff sitzen, aber wir können die Rettungsboote klarmachen und auf ein radikal modernisiertes Schiff wechseln. Aber das muss sofort vorbereitet werden.“
Wie viele Wake-up-Calls wollen wir denn noch verstreichen lassen?
Stefan Schaible
20.01.2026 – 10:16 Uhr Martin Greive

Beziehungen zu den USA: Ursula von der Leyen warnt vor „gefährlicher Abwärtsspirale“ 

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) warnt vor einer weiteren Verschlechterung in den Beziehungen zu den USA. „Uns in eine gefährliche Abwärtsspirale zu stürzen, würde nur genau den Gegnern helfen, die wir doch beide möglichst von unseren strategischen Interessensgebieten fernhalten wollen“, sagte von der Leyen in ihrer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Von der Leyen bezeichnete die von US-Präsident Donald Trump beabsichtigten Zusatzzölle gegen ausgewählte EU-Staaten als „Fehler, insbesondere unter langjährigen Verbündeten“. 

Trump hatte zuvor im Streit um Grönland neue Zölle gegen einige EU-Staaten angekündigt. Trump beansprucht das zu Dänemark gehörige Grönland für die USA. Von der Leyen kündigte an, „fest, vereint und mit Augenmaß“ auf die neuen Zolldrohungen der USA zu reagieren und sicherte Grönland und Dänemark „volle Solidarität“ zu. „Die Souveränität und Integrität ihres Territoriums ist nicht verhandelbar“, so die EU-Kommissionspräsidentin. 

Lesen Sie hier alle Details zu Rede von der Leyens:
20.01.2026 – 09:12 Uhr Jana Brüntjen

Handelsblatt-Italienkorrespondentin Virginia Kirst berichtet:


Kommt Meloni nach Davos?

US-Präsident Donald Trump könnte dafür sorgen, dass die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zum ersten Mal nach Davos reist, während das Weltwirtschaftsforum stattfindet. Bisher war Meloni dem Treffen immer ferngeblieben, weil es für alles steht, wogegen die Rechtsnationalistin in ihren Jahren in der Opposition stets geschimpft hatte: die internationale Finanzelite und die europäischen Technokraten, die hinter verschlossenen Türen über die Geschicke der Welt entscheiden. In Melonis Weltsicht haben diese Kräfte keine demokratische Legitimierung und zwingen dem Volk ihren Willen auf. 

Seit Meloni 2022 zur Ministerpräsidentin wurde, trägt sie diese Ansichten nicht mehr so offen zur Schau, weil sie weiß, dass sie ebendiese Kräfte braucht, um Italien erfolgreich regieren zu können. Doch dass diese Überzeugungen weiterhin ihre Politik bestimmen, zeigte sich kürzlich in dem Angriff auf die italienische Nationalbank, deren Goldreserven ihre Partei im neuen Haushaltsgesetz symbolisch als Eigentum des „italienischen Volks“ festschreiben ließ. In diesem Jahr denkt Meloni aber zum ersten Mal darüber nach, am Treffen in Davos teilzunehmen, weil sie hofft, dort mit Trump sprechen zu können. Ihre Teilnahme am Forum selbst ist nicht bestätigt. Aber sollte es ein Treffen mit Trump zum Ukrainekrieg geben oder das neugegründete Board for Peace tagen, ist es wahrscheinlich, dass Meloni anreist.
20.01.2026 – 07:44 Uhr Annett Meiritz

Trump: „Es wird ein sehr interessantes Davos“

US-Präsident Donald Trump hat wenige Stunden vor Abflug zum Weltwirtschaftsforum in Davos seine Drohungen gegenüber Grönland bekräftigt. In Washington kommentierte er vor Reportern zunächst den Versuch mehrerer Nato-Länder, unter anderem Deutschland, eine Soldatenmission nach Grönland zu entsenden. 

„Sie haben ein paar Leute geschickt. Nicht wegen mir, sondern um sich gegen Russland zu schützen“, so Trump, und fügte hinzu: „Wir werden sehen, was passiert. Aber drücken wir es so aus: Es wird ein sehr interessantes Davos werden.“

Er drängte erneut darauf, dass die USA die arktische Insel übernehmen müssten – und forderte, dass europäische Staats- und Regierungschefs seinen Grönland-Plan unterstützten sollten. „Ich glaube nicht, dass sie meinen Plan ablehnen werden. Sie müssen das durchsetzen. Sie können Grönland nicht schützen.“ 

Trumps Auftritt in Davos wird am Mittwoch um 14.30 Uhr Ortszeit erwartet. 

20.01.2026 – 06:15 Uhr Lukas Bay

Trump will in Davos über Erwerb von Grönland sprechen

US-Präsident Donald Trump hat seine Forderung nach einem Erwerb Grönlands durch die USA bekräftigt und die dänische Arktis-Insel als entscheidend für die nationale und weltweite Sicherheit bezeichnet. Er habe deswegen ein „sehr gutes“ Telefonat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte geführt, schreibt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. „Grönland ist für die nationale und weltweite Sicherheit unerlässlich“, erklärt Trump. „Es kann kein Zurück geben – darüber sind sich alle einig!“ Er kündigt zudem Gespräche über einen Erwerb Grönlands auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos in dieser Woche an. Dänemark könne das riesige Territorium nicht schützen. „Wir müssen es haben“, sagt Trump vor Reportern in Florida. „Ich kenne die führenden Politiker, das sind sehr gute Leute, aber sie fahren nicht einmal dorthin.“
20.01.2026 – 04:06 Uhr Sabrina Frangos

Vor Trump-Rede in Davos: Europäer bereiten das Terrain

Im Streit mit den USA um Grönland können die Europäer beim Weltwirtschaftsforum in Davos vorlegen. Bei der Jahrestagung sollen am ersten Tag des offiziellen Programms unter anderem EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprechen. Nicht nur viele der etwa 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürften gespannt darauf warten, ob und wie die Spitzenpolitiker sich auf der zentralen Bühne des WEF (World Economic Forum) zu den Annexionsgelüsten von US-Präsident Donald Trump äußern.
19.01.2026 – 13:52 Uhr Patricia Hoffhaus

Merz erwartet Treffen mit Trump am Mittwoch

Im Streit um Grönland will Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos direkt mit US-Präsident Donald Trump sprechen. „Ich will es nicht, aber wenn es nötig ist, dann werden wir natürlich auch unsere europäischen Interessen, auch unsere deutschen nationalen Interessen schützen“, sagte Merz. Es werde sicherlich eine Gelegenheit für ein Treffen geben.
Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump (Archivbild). AFP
19.01.2026 – 13:49 Uhr Martin Greive

Debatte über Zukunft der ukrainischen Wirtschaft

Es geht bei dem Trump-Irrsinn fälschlicherweise fast unter: Aber es herrscht noch immer bitterer Krieg in der Ukraine. Eines der ersten Panels in Davos: Die Chefs der internationalen Finanzinstitutionen debattieren über die Zukunft der ukrainischen Wirtschaft – und loben den großen Einfallsreichtum der ukrainischen Kriegswirtschaft.
Ukraine-Panel in Davos Martin Greive
19.01.2026 – 13:21 Uhr Patricia Hoffhaus

Dänemark sagt im Streit wegen Grönland offenbar Teilnahme in Davos ab

Dänemark sagt einem Bloomberg-Bericht zufolge angesichts des Streits mit den USA um Grönland die Teilnahme am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos ab. Die Nachrichtenagentur beruft sich auf das WEF: „Wir können bestätigen, dass die dänische Regierung diese Woche nicht in Davos vertreten sein wird.“ Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Stoere dagegen wird seinem Büro zufolge zum Weltwirtschaftsforum reisen.
19.01.2026 – 10:25 Uhr Lydia Wolter

„Nicht angebracht“: Iranischer Außenminister kommt nicht zum WEF

Wegen des brutalen Vorgehens gegen Demonstranten im Iran nimmt der iranische Außenminister Abbas Araghtschi doch nicht am Weltwirtschaftsforum (WEF) teil. Eigentlich sollte Araghtschi am Dienstag auf dem Treffen bei einer Veranstaltung zu Wort kommen, zuletzt stand er noch als Teilnehmer im Programm.

„Der iranische Außenminister wird nicht nach Davos reisen“, teilte ein WEF-Sprecher nun auf Anfrage mit. „Obwohl er im vergangenen Herbst eingeladen worden war, ist es angesichts der tragischen Verluste an Menschenleben im Iran in den letzten Wochen nicht angebracht, dass die iranische Regierung dieses Jahr in Davos vertreten ist.“
19.01.2026 – 10:11 Uhr Timm Seckel

Zölle, Trump, Davos – Hier finden Sie alles zu den wichtigsten Themen der Woche


Das Handelsblatt bildet alle aktuellen Entwicklungen rund um die Zoll-Drohung von US-Präsident Donald Trump in der Grönland-Frage ab. Weil aktuell auch das World Economic Forum in Davos läuft und dort Aktuelles dazu auf der Agenda steht, gibt es mehrere Handelsblatt-Newsblogs. Damit Sie keine wichtige Meldung verpassen, ist hier der Überblick:



19.01.2026 – 09:51 Uhr Laura Thalmeyer

Sanchez sagt wegen Zugunglück Reise zum Weltwirtschaftsforum ab

Wegen des schweren Zugunglücks in Spanien hat Ministerpräsident Pedro Sanchez seine Teilnahme am Weltwirtschaftsforum in Davos abgesagt. Dies teilte sein Büro am Montag mit. 

Bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge am Sonntagabend waren mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen, zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt. 

Ein Hochgeschwindigkeitszug auf dem Weg von Malaga nach Madrid war in der Nähe von Adamuz in der Provinz Córdoba entgleist und mit einem entgegenkommenden Schnellzug kollidiert. Durch die Wucht des Aufpralls wurde auch der zweite Zug aus den Gleisen geschleudert. Die Ursache des Unglücks war noch unklar. 
19.01.2026 – 09:45 Uhr Timm Seckel

Trumps Zoll-Drohnung stellt alle anderen Davos-Themen in den Schatten

Bis Freitagabend war noch nicht abzusehen, dass es beim WEF in diesem Jahr ein großes Hauptthema geben würde. Doch mit der Ankündigung neuer US-Zölle gegen mehrere europäische Staaten, darunter Deutschland, hat Donald Trump das beherrschende Thema gesetzt. Wie von vor Ort zu hören ist, beraten bereits vor der für Mittwochnachmittag erwarteten Trump-Rede zahlreiche Diplomaten und Unterhändler über Grönland und die Zölle.

Lesen Sie hier, warum mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer denn je beim WEF erwartet werden:
19.01.2026 – 00:53 Uhr Miriam Braun

Oxfam: Vermögen von Milliardären legt rasant zu

Debattenstoff für das Weltwirtschaftsforum in Davos: Oxfam macht sich Sorgen über die politische Macht der Reichsten.

Lesen Sie hier mehr:
18.01.2026 – 21:41 Uhr Yasmin Osman
Proteste gegen das Weltwirtschaftsforum in Davos Yasmin Osman

Trump-Besuch mobilisiert Proteste

Im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums gibt es traditionell Protestaktionen. Die Teilnahme von Donald Trump dürfte die in diesem Jahr zusätzlich mobilisiert haben. An einer zweitägigen Protestwanderung von StrikeWEF, die am Sonntag in Davos endete, sollen nach Angaben der Organisatoren 600 Menschen teilgenommen haben. 

Die Protestwanderung hatte zu langen Staus geführt, weil die Demonstranten eine Straßenüberquerung für eine Blockade nutzten. Sie wurde von der Polizei Medienberichten zufolge friedlich aufgelöst.

Am Sonntagnachmittag ging die Protestaktion in eine von den Jusos organisierte Kundgebung in Davos. Es sei angesichts der Geschehnisse in den USA absurd, dem US-Präsidenten Donald Trump in Davos den roten Teppich auszurollen, sagte Juso-Präsidentin Mirjam Hostetmann der Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
18.01.2026 – 21:19 Uhr Yasmin Osman

Die Top-Termine im WEF-Terminkalender

Am Montag beginnt das World Economic Forum (WEF) in Davos (19.-23.01.2026). Zahlreiche Regierungschefs und Wirtschaftslenker treffen sich in dem Schweizer Bergstädtchen und beraten über die großen Fragen der Welt.

Durch den von Donald Trump ausgelösten Zollstreit geraten die wirtschaftlichen Themen in den Hintergrund. Doch gerade die Auswirkungen neuer Technologien auf Geschäftsmodelle sind für viele Unternehmen ein heißes Thema.

Dienstag, 20. Januar:
  • 09:30 Uhr: Gespräch mit Microsoft-CEO Satya Nadella
  • 10 Uhr: Rede von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
  • 11 Uhr: Rede von Chinas Vize-Premier He Lifeng
  • 13:30 Uhr: The Day After AGI mit Dario Amodei und Demis Hassabis
  • 14 Uhr: Rede von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron
  • 15 Uhr: Gespräch mit dem CEO und Gründer von Palantir, Alex Karp
  • 16:30 Uhr: Rede von Kanadas Premierminister Mark Carney

Mittwoch, 21. Januar:
  • 08:30 Uhr Decade Déjà Vu: Are the 2020s the New 1920s? Unter anderem mit EZB-Präsidentin Christine Lagarde
  • 10 Uhr: Rede von Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez
  • 10:15 Uhr: Kann Europa sich verteidigen? Unter anderem mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte
  • 11 Uhr: Rede von UN-Generalsekretär António Guterres
  • 11:30 Uhr Gespräch mit dem CEO von Nvidia, Jensen Huang
  • 13:00 Uhr Gespräch mit  dem Chairman und CEO von JP Morgan, Jamie Dimon
  • 14 Uhr: Rede von US-Präsident Donald Trump
  • 15 Uhr: Rede von Argentiniens Präsident Javier Milei
  • 17:45 Uhr Second Act for EU Single Market. Unter anderem mit EZB-Präsidentin Christine Lagarde und der CEO von Amundi, Valerie Baudson

Donnerstag, 22. Januar
  • 11:30 Uhr: Rede von Bundeskanzler Friedrich Merz
  • 13:15 Uhr Is Europe's Tech Sovereignty Feasible? Unter anderem mit dem CEO von SAP Christian Klein

Freitag, 23. Januar:
  • 11 Uhr: Global Economic Outlook, unter anderem mit EZB-Präsidentin Christine Lagarde und IWF-Chefin Kristalina Georgieva


18.01.2026 – 20:46 Uhr Annett Meiritz
US-Delegation beschwört in Davos „Freiheit und Dialog“
„USA House“ in Davos: Hier sollen sich alle frei fühlen.  Handelsblatt

Im „USA House“, der offiziellen Repräsentanz der US-Regierung auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, werden bestimmte Themen lieber ausgespart. Zum Auftakt des wichtigsten internationalen Gipfels für Konzerne und Investoren luden die USA am Sonntagabend Gäste zu einem Warm-up in ihr Hauptquartier – das sich in diesem Jahr im Davoser Gotteshaus der Freien Evangelischen Gemeinde befindet. 

Unternehmen wie Microsoft und McKinsey hatten im Vorfeld jeweils bis zu einer Million Dollar gezahlt, um das „USA House“ zu sponsern. 

Sponsoring in Davos - bis zu einer Million pro Unternehmen Handelsblatt

Von transatlantischen Strafzöllen oder US-Präsident Donald Trumps Drohungen gegen die Arktisinsel Grönland war hier jedoch keine Rede. Stattdessen beschwor Gastgeberin Sarah Rogers, Unterstaatssekretärin für öffentliche Diplomatie im US-Außenministerium, die USA würden sich „zur Freiheit und zum robusten Individualismus“ bekennen. Der Hintergrund: In diesem Jahr werden die USA ihr 250-jähriges Bestehen seit der Unabhängigkeitserklärung feiern, bundesweit sind dafür Gedenk- und Großveranstaltungen geplant, darunter Militärparaden, ein Martial-Arts-Wettkampf und „nationale Gebete“, so Rogers.

„Aber wir sind immer offen für andere Vorschläge unserer internationalen Partner“, fügte sie hinzu, „wir freuen uns über Ideen und Dialog.“ An dieser Stelle herrschte in der Kirche, in der vorwiegend Journalisten anwesend waren, irritiertes Schweigen. Denn die zelebrierte Offenheit passte so gar nicht zum aggressiven Grundrauschen der Trump-Regierung. Immerhin wurden die herumgereichten Cheeseburger gern vom Publikum verspeist.

16.01.2026 – 15:18 Uhr Timm Seckel

WEF-Präsident Hoffmann hat keine großen Erwartungen an Trump-Rede

Der neue Co-Präsident des World Economic Forum (WEF), André Hoffmann, hat keine großen Erwartungen an den Auftritt von US-Präsident Donald Trump beim WEF-Treffen in Davos kommende Woche. Er wisse zwar nicht, was Trump sagen wolle, aber „ich erwarte grundsätzlich keine Wunder“, sagte der Roche-Erbe im Gespräch mit der „Handelszeitung“.

Es ist das erste Interview Hoffmanns in seiner Funktion als Co-Präsident des Stiftungsrates des WEF. Er hatte den Posten im Sommer gemeinsam mit Blackrock-Gründer Larry Fink übernommen. Einen Eklat fürchtet er nicht, obwohl er Trump einmal als „korrupten alten Mann“ bezeichnet hatte. „Das WEF begrüßt es sehr, dass der Präsident der größten Weltmacht nach Davos kommt“, so Hoffmann. „Wenn wir einen echten Spirit of Dialogue haben wollen, dann müssen verschiedene und wichtige Stimmen dabei sein“, so der neue WEF-Chef.

Hoffmann stellt in Abrede, dass wegen Trump das Programm des WEF geändert wurde, und dass „woke“ Themen gestrichen wurden. „Nein, das stimmt nicht. Das Programm stand, lange bevor klar war, dass die USA mit einer großen Delegation anreisen werden.“ Und es habe auch nie eine Anfrage gegeben, das Programm zu ändern.

HB
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