
WEF in Davos: Jetzt live – Verfolgen Sie die Rede von Frankreichs Präsident Macron in Davos
Verfolgen Sie die Rede von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ab 14 Uhr hier live:


Macron weist Trump-Kritik zurück
Mit Blick auf die Zoll-Drohung von US-Präsident Donald Trump erklärt Macron dessen Kritik für unbegründet. Europa habe mit der Entsendung einiger weniger Soldaten nach Grönland niemanden bedroht, sondern den gemeinsamen Verbündeten Dänemark unterstützt. Die angedrohten Zölle würden am Ende niemandem helfen, sagt Macron weiter.
Macron zeichnet negatives Bild der Weltlage – und warnt vor „neuem Kolonialismus“
„Es ist eine Zeit der Stabilität, des Friedens und der Erwartbarkeit“, sagt Emmanuel Macron zu Beginn seiner Rede – ein Scherz, Heiterkeit im Publikum. Doch dann wird Macron ernst: das Gegenteil sei der Fall. Imperialistische Tendenzen seien zurück in der Welt, es herrschten mehr Kriege denn je. „Es ist eine sehr besorgniserregende Zeit“, sagt Macron. Große Volkswirtschaften verließen immer mehr Institutionen, in denen Frieden hergestellt werden könne.
Selenskyj will nur unter Bedingungen nach Davos reisen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Besuch beim Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) von möglichen Vertragsunterzeichnungen oder weiteren Hilfszusagen abhängig gemacht. „Wenn die Dokumente fertig sind, dann wird es ein Treffen (mit US-Präsident Donald Trump) und eine Reise geben“, sagte der Staatschef Journalisten, wie mehrere örtliche Medien übereinstimmend berichteten. Er werde auch reisen, wenn es Zusagen für weitere Unterstützung im Energiebereich oder zusätzliche Flugabwehrsysteme gebe. „Doch bisher habe ich in der Ukraine einen Auftrag und für mich ist es essenziell, hier alle Dienste zu koordinieren“, fügte Selenskyj hinzu.
Kiew hofft im Rahmen eines größeren US-Friedensplans auf die Unterzeichnung von Abkommen über Sicherheitsgarantien und einen milliardenschweren Wiederaufbauplan mit den USA. Die Gespräche darüber stockten aber zuletzt. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion.

Wirtschaftsvertreter sieht „Verrohung der Sitten“ in den USA auch im Geschäft
Der zunehmend ruppige geopolitische Umgang habe längst auch Folgen für das Geschäft, sagte ein global tätiger CEO dem Handelsblatt am Rande des WEF in Davos. „Wir erleben eine Verrohung der Sitten.“ Das zeige sich vor allem in einer immer schlechteren Zahlungsmoral, gerade in den USA. „Es kommt mitunter vor, dass wir dort Aufträge abschließen und anschließend die Ansage bekommen, wegen Unzufriedenheit wird die Rechnung nur mit Abschlag beglichen“. Das habe es so vor einigen Jahren in den USA praktisch nie gegeben.

Trump plant Ankündigung zu „Friedensrat“ am Donnerstag
Ungeachtet der zurückhaltenden Rückmeldungen europäischer Verbündeter plant US-Präsident Donald Trump für diesen Donnerstag eine Ankündigung zu seinem „Friedensrat“. Diese sei für 10:30 Uhr im Schweizer Alpenort Davos avisiert, wie das Weiße Haus mitteilte. Medienberichten zufolge will Trump dann die sogenannte „Charta des Friedensrates“ unterzeichnen.
Das Format dürfte am Rande des derzeitigen Weltwirtschaftsforums in Davos stattfinden. Dort wird Trump am Mittwoch zu einer Rede vor internationalem Publikum erwartet.
Die Bundesregierung reagierte bislang verhalten auf die Einladung zum neu geschaffenen Gremium. Auch Frankreich zeigte sich zögerlich. Unter anderem wurden zudem EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Kremlchef Wladimir Putin, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, und Polens rechtskonservativer Präsident Karol Nawrocki eingeladen.

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Handelsblatt-Italienkorrespondentin Virginia Kirst berichtet:
Kommt Meloni nach Davos?
US-Präsident Donald Trump könnte dafür sorgen, dass die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zum ersten Mal nach Davos reist, während das Weltwirtschaftsforum stattfindet. Bisher war Meloni dem Treffen immer ferngeblieben, weil es für alles steht, wogegen die Rechtsnationalistin in ihren Jahren in der Opposition stets geschimpft hatte: die internationale Finanzelite und die europäischen Technokraten, die hinter verschlossenen Türen über die Geschicke der Welt entscheiden. In Melonis Weltsicht haben diese Kräfte keine demokratische Legitimierung und zwingen dem Volk ihren Willen auf.Trump: „Es wird ein sehr interessantes Davos“
US-Präsident Donald Trump hat wenige Stunden vor Abflug zum Weltwirtschaftsforum in Davos seine Drohungen gegenüber Grönland bekräftigt. In Washington kommentierte er vor Reportern zunächst den Versuch mehrerer Nato-Länder, unter anderem Deutschland, eine Soldatenmission nach Grönland zu entsenden.
„Sie haben ein paar Leute geschickt. Nicht wegen mir, sondern um sich gegen Russland zu schützen“, so Trump, und fügte hinzu: „Wir werden sehen, was passiert. Aber drücken wir es so aus: Es wird ein sehr interessantes Davos werden.“
Er drängte erneut darauf, dass die USA die arktische Insel übernehmen müssten – und forderte, dass europäische Staats- und Regierungschefs seinen Grönland-Plan unterstützten sollten. „Ich glaube nicht, dass sie meinen Plan ablehnen werden. Sie müssen das durchsetzen. Sie können Grönland nicht schützen.“
Trumps Auftritt in Davos wird am Mittwoch um 14.30 Uhr Ortszeit erwartet.

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Trump-Besuch mobilisiert Proteste
Im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums gibt es traditionell Protestaktionen. Die Teilnahme von Donald Trump dürfte die in diesem Jahr zusätzlich mobilisiert haben. An einer zweitägigen Protestwanderung von StrikeWEF, die am Sonntag in Davos endete, sollen nach Angaben der Organisatoren 600 Menschen teilgenommen haben.
Die Top-Termine im WEF-Terminkalender
- 09:30 Uhr: Gespräch mit Microsoft-CEO Satya Nadella
- 10 Uhr: Rede von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
- 11 Uhr: Rede von Chinas Vize-Premier He Lifeng
- 13:30 Uhr: The Day After AGI mit Dario Amodei und Demis Hassabis
- 14 Uhr: Rede von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron
- 15 Uhr: Gespräch mit dem CEO und Gründer von Palantir, Alex Karp
- 16:30 Uhr: Rede von Kanadas Premierminister Mark Carney
- 08:30 Uhr Decade Déjà Vu: Are the 2020s the New 1920s? Unter anderem mit EZB-Präsidentin Christine Lagarde
- 10 Uhr: Rede von Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez
- 10:15 Uhr: Kann Europa sich verteidigen? Unter anderem mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte
- 11 Uhr: Rede von UN-Generalsekretär António Guterres
- 11:30 Uhr Gespräch mit dem CEO von Nvidia, Jensen Huang
- 13:00 Uhr Gespräch mit dem Chairman und CEO von JP Morgan, Jamie Dimon
- 14 Uhr: Rede von US-Präsident Donald Trump
- 15 Uhr: Rede von Argentiniens Präsident Javier Milei
- 17:45 Uhr Second Act for EU Single Market. Unter anderem mit EZB-Präsidentin Christine Lagarde und der CEO von Amundi, Valerie Baudson
- 11:30 Uhr: Rede von Bundeskanzler Friedrich Merz
- 13:15 Uhr Is Europe's Tech Sovereignty Feasible? Unter anderem mit dem CEO von SAP Christian Klein
- 11 Uhr: Global Economic Outlook, unter anderem mit EZB-Präsidentin Christine Lagarde und IWF-Chefin Kristalina Georgieva

Im „USA House“, der offiziellen Repräsentanz der US-Regierung auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, werden bestimmte Themen lieber ausgespart. Zum Auftakt des wichtigsten internationalen Gipfels für Konzerne und Investoren luden die USA am Sonntagabend Gäste zu einem Warm-up in ihr Hauptquartier – das sich in diesem Jahr im Davoser Gotteshaus der Freien Evangelischen Gemeinde befindet.
Unternehmen wie Microsoft und McKinsey hatten im Vorfeld jeweils bis zu einer Million Dollar gezahlt, um das „USA House“ zu sponsern.

Von transatlantischen Strafzöllen oder US-Präsident Donald Trumps Drohungen gegen die Arktisinsel Grönland war hier jedoch keine Rede. Stattdessen beschwor Gastgeberin Sarah Rogers, Unterstaatssekretärin für öffentliche Diplomatie im US-Außenministerium, die USA würden sich „zur Freiheit und zum robusten Individualismus“ bekennen. Der Hintergrund: In diesem Jahr werden die USA ihr 250-jähriges Bestehen seit der Unabhängigkeitserklärung feiern, bundesweit sind dafür Gedenk- und Großveranstaltungen geplant, darunter Militärparaden, ein Martial-Arts-Wettkampf und „nationale Gebete“, so Rogers.
„Aber wir sind immer offen für andere Vorschläge unserer internationalen Partner“, fügte sie hinzu, „wir freuen uns über Ideen und Dialog.“ An dieser Stelle herrschte in der Kirche, in der vorwiegend Journalisten anwesend waren, irritiertes Schweigen. Denn die zelebrierte Offenheit passte so gar nicht zum aggressiven Grundrauschen der Trump-Regierung. Immerhin wurden die herumgereichten Cheeseburger gern vom Publikum verspeist.

WEF-Präsident Hoffmann hat keine großen Erwartungen an Trump-Rede
Der neue Co-Präsident des World Economic Forum (WEF), André Hoffmann, hat keine großen Erwartungen an den Auftritt von US-Präsident Donald Trump beim WEF-Treffen in Davos kommende Woche. Er wisse zwar nicht, was Trump sagen wolle, aber „ich erwarte grundsätzlich keine Wunder“, sagte der Roche-Erbe im Gespräch mit der „Handelszeitung“.
Es ist das erste Interview Hoffmanns in seiner Funktion als Co-Präsident des Stiftungsrates des WEF. Er hatte den Posten im Sommer gemeinsam mit Blackrock-Gründer Larry Fink übernommen. Einen Eklat fürchtet er nicht, obwohl er Trump einmal als „korrupten alten Mann“ bezeichnet hatte. „Das WEF begrüßt es sehr, dass der Präsident der größten Weltmacht nach Davos kommt“, so Hoffmann. „Wenn wir einen echten Spirit of Dialogue haben wollen, dann müssen verschiedene und wichtige Stimmen dabei sein“, so der neue WEF-Chef.
Hoffmann stellt in Abrede, dass wegen Trump das Programm des WEF geändert wurde, und dass „woke“ Themen gestrichen wurden. „Nein, das stimmt nicht. Das Programm stand, lange bevor klar war, dass die USA mit einer großen Delegation anreisen werden.“ Und es habe auch nie eine Anfrage gegeben, das Programm zu ändern.