WEF-Präsident Hoffmann hat keine großen Erwartungen an Trump-Rede
Der neue Co-Präsident des World Economic Forum (WEF), André Hoffmann, hat keine großen Erwartungen an den Auftritt von US-Präsident Donald Trump beim WEF-Treffen in Davos kommende Woche. Er wisse zwar nicht, was Trump sagen wolle, aber „ich erwarte grundsätzlich keine Wunder“, sagte der Roche-Erbe im Gespräch mit der „Handelszeitung“.
Es ist das erste Interview Hoffmanns in seiner Funktion als Co-Präsident des Stiftungsrates des WEF. Er hatte den Posten im Sommer gemeinsam mit Blackrock-Gründer Larry Fink übernommen. Einen Eklat fürchtet er nicht, obwohl er Trump einmal als „korrupten alten Mann“ bezeichnet hatte. „Das WEF begrüßt es sehr, dass der Präsident der größten Weltmacht nach Davos kommt“, so Hoffmann. „Wenn wir einen echten Spirit of Dialogue haben wollen, dann müssen verschiedene und wichtige Stimmen dabei sein“, so der neue WEF-Chef.
Hoffmann stellt in Abrede, dass wegen Trump das Programm des WEF geändert wurde, und dass „woke“ Themen gestrichen wurden. „Nein, das stimmt nicht. Das Programm stand, lange bevor klar war, dass die USA mit einer großen Delegation anreisen werden.“ Und es habe auch nie eine Anfrage gegeben, das Programm zu ändern.