Zerstörer: Nordkorea setzt repariertes Kriegsschiff wieder ein
Seoul. Nordkorea hat einen bei einem Stapellauf beschädigten Zerstörer wieder repariert und zu Wasser gelassen. Das Kriegsschiff lief in Anwesenheit von Machthaber Kim Jong Un am Freitag vor der Ostküste des Landes vom Stapel, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete.
Kim sagte, dass dieses Kriegsschiff und ein weiteres, das ebenfalls in diesem Jahr gebaut wurde, eine bedeutende Rolle bei der Stärkung der Einsatzfähigkeit der nordkoreanischen Marine spielen werden. Zudem plane er den Bau von zwei weiteren Kriegsschiffen im nächsten Jahr.
Ausländische Experten äußerten jedoch Zweifel an der Funktionsfähigkeit der elektronischen und sonstigen Ausrüstung des 5.000 Tonnen schweren Zerstörers, da Teile des Schiffs wochenlang unter Wasser lagen.
Kim lässt Wut an Werftarbeitern aus
Die Schäden entstanden durch eine Panne während des Stapellaufs Ende Mai, bei der das Schiff umkippte. Machthaber Kim Jong Un ließ danach seiner Wut freien Lauf und warf den Verantwortlichen „absolute Nachlässigkeit, Verantwortungslosigkeit und unwissenschaftliche Methoden“ vor.
Er hatte den Unfall laut Staatsmedien als „kriminelle Handlung” bezeichnet, die die „Würde und den Stolz” des Landes schwer beschädigt habe. Im Anschluss wurden vier Personen festgenommen, darunter Werksleiter, Arbeiter und ein stellvertretender Leiter der Munitionsabteilung der Arbeiterpartei.