Zollstreit: Xi sagt Gipfelteilnahme zu – Hoffnung auf Handelsdeal mit Trump
Washington. Shanghai. US-Präsident Donald Trump wird Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping nach Angaben des Weißen Hauses am kommenden Donnerstag (Ortszeit) in Südkorea treffen. Trump wolle am Morgen ein bilaterales Gespräch mit Xi führen, bevor er am Abend nach Washington zurückfliege, sagte seine Sprecherin Karoline Leavitt am Donnerstag.
Zuvor war bereits bekannt geworden, dass sich beide Staatschefs am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) begegnen wollen, der am 31. Oktober beginnt. Ein konkretes Datum für eine Zusammenkunft war jedoch nicht bestätigt worden. Aus Peking gibt es für das Treffen bislang keine offizielle Bestätigung.
Allerdings teilte die Regierung am Freitagnachmittag (Ortszeit) mit, dass Xi vom 30. Oktober bis zum 1. November an dem Gipfel teilnehmen wird. Damit stünde zumindest in dieser Hinsicht einem Treffen nichts im Wege.
Trump hatte das Treffen jüngst im Weißen Haus erneut angekündigt und dabei die Aussicht auf ein Handelsabkommen mit China geweckt. „Ich denke, wir werden einen Deal machen“, sagte er vor Journalisten. Zugleich drohte er mit einer Verschärfung der Zölle: Sollten keine Fortschritte erzielt werden, würden ab dem 1. November Strafzölle von 100 Prozent auf chinesische Importe greifen.
Wieder mildere Töne von Trump
Noch vor wenigen Wochen hatte Trump ein Treffen mit Xi infrage gestellt, nachdem sich die Spannungen im Handelsstreit zwischen beiden Ländern weiter verschärft hatten. Anlass war Chinas Ankündigung, den Export seltener Erden und Technologien zur Verarbeitung einzuschränken; ein Schritt, der in Washington für Ärger sorgte. Als Reaktion hatte die US-Regierung zusätzliche Zölle in Höhe von 100 Prozent auf chinesische Produkte ins Gespräch gebracht.
China warf den USA daraufhin „Doppelmoral“ vor und drohte mit Gegenmaßnahmen. Inzwischen aber schlägt Trump wieder mildere Töne an – ein mögliches Zeichen, dass beide Seiten an einer diplomatischen Entspannung interessiert sind. Allerdings gibt es neben den seltenen Erden weitere Konfliktthemen, etwa Exportkontrollen im Tech-Sektor oder den Ukrainekrieg.