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BarometerVorzeichen am Arbeitsmarkt werden ungünstiger

Der Arbeitsmarkt kann die schwache Konjunktur nicht ankurbeln, ergibt das Barometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt gering. 31.05.2024 - 14:56 Uhr
Der Arbeitsmarkt schwächelt. Foto: Paul Zinken/dpa

Nürnberg. Das Arbeitsmarktbarometer des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist im Mai im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Punkte auf 99,8 gesunken und hat damit die neutrale Schwelle von 100 Punkten unterschritten. „Als Zugpferd für einen Wirtschaftsaufschwung kommt der Arbeitsmarkt derzeit nicht infrage“, sagte der IAB-Forscher Enzo Weber am Freitag. Die Bundesagentur für Arbeit wird am kommenden Dienstag ihre Statistik für den Monat Mai vorlegen. 

„Der Arbeitsmarkt hatte die Wirtschaftsschwäche weitgehend ausgesessen. Dafür gibt es mit den ersten Anzeichen eines Aufschwungs jetzt aber auch wenig Erholungspotenzial“, sagte Weber. So sei die Beschäftigung auch im Konjunkturabschwung weiter gestiegen, die Produktivität aber gesunken. Das Barometer basiert auf den Einschätzungen aller deutschen Arbeitsagenturen für die Entwicklung der bevorstehenden drei Monate. 

Eine Rolle für die gedämpften Arbeitsmarktaussichten könne auch spielen, dass die Frühjahrsbelebung durch den milden Winter schon teilweise vorweggenommen wurde. Das Arbeitsmarktbarometer des IAB besteht aus zwei Komponenten. Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit fällt um 1,1 Punkte auf 97,2 Punkte und steht damit deutlich im negativen Bereich. Auch die Beschäftigungskomponente verzeichnet einen Rückgang - um 0,5 Punkte auf 102,4 Punkte. Die Beschäftigungsaussichten haben sich damit weiter verschlechtert, bleiben aber positiv. 

Das Münchner Ifo-Institut hatte ein Beschäftigungsbarometer erstellt, das eine im Mai leicht gestiegene Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland zeigt. „Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt aber eher schwach“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. „Dort, wo Aufträge fehlen, denken die Firmen auch über einen Abbau von Arbeitsplätzen nach.“

dpa
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