Drohende Rezession: Diese fünf Gründe sprechen gegen einen schlimmen Winter
Trotz hoher Energiepreise ist der private Konsum nicht eingebrochen.
Foto: dpaBerlin. Ende November wiederholte Robert Habeck seine Warnungen. „Der Winter kann lang und hart werden“, erklärte der Bundeswirtschaftsminister in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz. Trotz der 200 Milliarden Euro an staatlichen Entlastungen für Unternehmen und Bürger, die zu einer Verbesserung der konjunkturellen Aussichten beitragen sollen, hielt sich der Optimismus des Grünen-Politikers in Grenzen.
Vor einigen Wochen teilten die meisten Konjunkturprognostiker noch die Sorgen Habecks, als sie sich mit schweren Rezessionsszenarien überboten. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sah für das kommende Jahr ein Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von drei Prozent.
Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) prognostizierte einen Rückgang des BIP von 1,4 Prozent. Doch zahlreiche wichtige Frühindikatoren für die konjunkturelle Entwicklung zeigen inzwischen in eine positive Richtung.
Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen hellt sich derzeit auf. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Oktober auf 86,3 Zähler von 84,5 Punkten im Vormonat.
Zwar gilt eine Rezession im Winterhalbjahr noch immer als wahrscheinlich. Doch selbst traditionell eher pessimistisch eingestellte Bankökonomen wie Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer sagen nun: „Wir bekommen eine Rezession, aber keinen Kollaps.“ Dass es so kommt, dafür gibt es mehrere Gründe.