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Ifo-GeschäftsklimaStimmung in deutscher Autoindustrie fällt – „Krise setzt sich fort“

Das Brotmeter für Geschäftsklima der deutschen Autoindustrie ist im Oktober auf minus 27,7 Punkte gesunken. Besonders die aktuelle Geschäftslage wird von den Unternehmen deutlich negativer bewertet. 08.11.2024 - 08:43 Uhr Artikel anhören
Volkswagen Werk in Zwickau: Der Autobranche fehlen weiterhin Aufträge aus dem In- und Ausland. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Berlin. Die Stimmung in der deutschen Autoindustrie hat sich schon vor dem Wahlsieg des mit Importzöllen drohenden künftigen US-Präsidenten Donald Trump spürbar eingetrübt. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel im Oktober auf minus 27,7 Punkte, von minus 23,4 Zählern im September, wie das Münchner Ifo-Institut am Freitag zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. „Der deutschen Autoindustrie scheint der intensiver werdende Wettbewerb vor allem aus dem außereuropäischen Ausland zunehmend zuzusetzen“, erklärte Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl den Abwärtstrend. „Die Krise der deutschen Autoindustrie setzt sich fort.“

Frischer Gegenwind droht aus den USA: Trump hatte schon im Wahlkampf angekündigt, hohe Zölle auf Importe aus Europa zu verhängen. „Das dürfte besonders die Exportnation Deutschland treffen“, sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. „Schließlich sind die USA der wichtigste Exportmarkt für deutsche Unternehmen.“ Die Exporterwartungen der deutschen Autobranche haben sich schon im Oktober nochmals verschlechtert: Dieser Indikator fiel auf minus 32,8 Punkte. Nur während der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 lag der Wert darunter.

Die Unternehmen beurteilen insbesondere ihre aktuelle Geschäftslage nochmals deutlich negativer: Dieser Indikator fiel auf minus 27,5 Punkte, nach minus 14,5 Zählern im September. Den kommenden Monaten blicken die Unternehmen jedoch weniger pessimistisch entgegen: Das Barometer für die Geschäftserwartungen legte im Oktober auf minus 27,9 Punkte zu, von minus 31,8 im September.

„Den Unternehmen der Autoindustrie fehlen weiterhin Aufträge aus dem In- und Ausland“, betonte das Ifo-Institut. Von einem Auftragsmangel sind demnach 44,3 Prozent der Firmen betroffen. Einen so hohen Anteil gab es zuletzt im Juli 2020. „Dies wird durch Meldungen über Umsatzrückgang und Stellenabbau bei Herstellern und Zulieferfirmen unterstrichen“, hieß es. So drohen etwa bei Volkswagen Werksschließungen und Entlassungen, ebenso beim Zulieferer Schaeffler.

rtr
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