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ImmobilienStimmung im Wohnungsbau trübt sich ein

Die Stimmung in der Branche hat sich im Oktober erneut verschlechtert. Fehlende Aufträge bleiben ein Problem, trotz erster positiver Signale und milliardenschwerer Hilfen der Regierung. 17.11.2025 - 07:55 Uhr Artikel anhören
Baustelle in Hamburg: Die Zahl der Baugenehmigungen könnte 2025 weiter sinken. Foto: Axel Heimken/dpa

Berlin. Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau hat sich im Oktober wegen der schwierigen Auftragslage eingetrübt. Nach dem starken Anstieg im September sank das Barometer für das Geschäftsklima von minus 22,0 auf minus 23,0 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner Umfrage mitteilte.

Die Unternehmen waren mit den laufenden Geschäften etwas weniger zufrieden. Zudem blickten sie skeptischer auf die kommenden Monate. „Der Weg aus dem Tal ist noch lang“, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Fehlende Aufträge sind weiterhin ein großes Problem.“

Zumindest berichteten etwas weniger Firmen davon, dass sie zu wenig Aufträge haben. Der Anteil sank von 46,7 auf 44,4 Prozent – das ist der niedrigste Wert seit rund zwei Jahren.

„Erheblichen Nachholbedarf gibt es bei den Baugenehmigungen“, sagte Wohlrabe. „Erst wenn mehr Bauvorhaben umgesetzt werden, wird sich die Auftragslage weiter entspannen.“

Angesichts der mauen Lage im Wohnungsbau will die Bundesregierung mit Milliardenbeträgen und einem Vier-Punkte-Plan gegensteuern. Die Zahl der Baufertigstellungen werde wahrscheinlich in diesem Jahr erneut zurückgehen, sagte Bauministerin Verena Hubertz (SPD) vorige Woche bei der Regierungsbefragung des Bundestages. Die Situation sei ernst und der Wohnungsbau stocke. Es gebe aber erste ermutigende Signale.

Hubertz sprach von vier zentralen Maßnahmen der Regierung. Durch Bürokratieabbau solle schneller gebaut werden. Der Bauprozess müsse einfacher und günstiger werden, wozu der neue „Gebäudetyp E“ beitragen solle. Drittens solle die Digitalisierung die Effizienz steigern. Darüber hinaus seien im Haushalt Rekordmittel für den sozialen Wohnungsbau in Höhe von 23,5 Milliarden Euro vorgesehen. Weitere elf Milliarden Euro stünden über das Sondervermögen bereit.

rtr
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