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KonjunkturExporte erholen sich weiter – „Hoffnung auf eine V-förmige Erholung der Wirtschaft bleibt“

Die Ausfuhren der deutschen Wirtschaft wachsen im Juli um 4,7 Prozent. Das ist weniger stark als in den Vormonaten. Ökonomen sind verhalten optimistisch. 08.09.2020 - 08:51 Uhr Artikel anhören

Von Januar bis Juli sanken die Ausfuhren trotz der Aufholjagd der vergangenen Monate um 13,1 Prozent.

Foto: dpa

Berlin. Die deutschen Exporte sind im Juli den dritten Monat in Folge gewachsen. Die Ausfuhren legten um 4,7 Prozent zum Vormonat zu, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 5,0 Prozent gerechnet.

Damit erholt sich der Export-Europameister weiter von den Corona-bedingten Einbrüchen im März und April, wenn auch in einem verlangsamten Tempo. Im Juni hatte es noch zu einem Plus von 14,9 Prozent gereicht, im Mai von 9,0 Prozent.

„Starke Exporte halten die Hoffnungen auf eine V-förmige Erholung aufrecht“, sagte Ökonom Carsten Brzeski von der ING. „Hinter ihnen verbergen sich aber auch unterschwellige und anhaltende strukturelle Herausforderungen für die deutsche Exportwirtschaft.“ Alexander Krüger vom Bankhaus Lampe warnte vor zu viel Optimismus: „Über den Exportanstieg darf man sich verhalten freuen. Die Exporterholung hat angehalten, eine knackig zweistellige Wachstumsrate für das laufende Quartal ist ein Selbstläufer.“

Von Januar bis Juli sanken die Ausfuhren trotz der Aufholjagd der vergangenen Monate um 13,1 Prozent auf 679 Milliarden Euro. Dabei schrumpfte das Geschäft mit den EU-Staaten um 13,6 Prozent, das mit dem Rest der Welt um 12,4 Prozent. „Kapazitäten werden daher vorerst unterausgelastet bleiben“, sagte Lampe-Ökonom Krüger. „Die wieder besser gefüllten Auftragsbücher sprechen zwar für eine zunehmende Auslastung. Die Corona-Pandemie wird jedoch den Takt vorgeben, wie rasch diese abgearbeitet werden können.“

Die deutschen Importe zogen im Juli um 1,1 Prozent an. Auch das ist das dritte Wachstum in Folge. Hier waren Experten von einem wesentlich stärkeren Plus von 3,3 Prozent ausgegangen.

rtr
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