Investment: Deutschlands wertvollstes Start-up Celonis ist jetzt mit 13 Milliarden Dollar bewertet
Start-up-Geldgeber sind vorsichtiger geworden, große Summen zu investieren – doch an der Münchner Softwarefirma gab es großes Investoreninteresse.
Foto: CelonisDüsseldorf. Deutschlands wertvollstes Start-up Celonis steigert seine Bewertung im Rahmen einer weiteren Finanzierungsmaßnahme auf 13 Milliarden Dollar. Der Münchner Spezialist für datengetriebene Prozessoptimierung sichert sich dabei die Option auf bis zu eine Milliarde Dollar Kapital.
Seit dem Absturz der Tech-Aktien Anfang des Jahres sind große Finanzierungsrunden seltener geworden. Zudem ist es schwieriger für die Unternehmer, dabei eine Bewertungssteigerung durchzusetzen. Grund dafür sind vor allem steigende Zinsen, Angst vor einer Rezession und Unsicherheiten durch die Folgen des Ukrainekriegs.
Bei Celonis habe aber weder die Nachfrage der Kunden noch der Investoren nachgelassen, sagt Co-Vorstandschef Bastian Nominacher: „Wir sehen gerade in dem jetzigen Marktumfeld eine unglaubliche Chance, weiter zu investieren, die besten Talente zu bekommen und im Akquisitionsbereich tätig zu sein.“
Start-up Celonis: Telekom, Siemens und die Deutsche Bank zählen zu den Kunden
Celonis vertreibt eine Software für Großunternehmen, die Ineffizienzen etwa im Einkauf oder bei Logistikprozessen sichtbar macht – das sogenannte „Process Mining“. Die Münchner gelten als Pionier bei dieser Managementmethode. Die Prozesse können dann über eine Plattform automatisiert verbessert werden. Zu den Kunden zählen beispielsweise die Telekom, Siemens und die Deutsche Bank.