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  4. Tesla News: Gute Nachrichten für Aktionäre – so will Elon Musk die Aktie wieder auf Kurs bringen

AusblickSo will Elon Musk die Tesla-Aktie wieder beflügeln

Die Aktie des Elektropioniers hat seit Jahresbeginn kräftig an Wert eingebüßt. Tesla-Chef Elon Musk könnte die Aktionäre darum mit drei guten Nachrichten überraschen.Thomas Jahn 25.01.2022 - 13:19 Uhr Artikel anhören

Der Roadster wurde schon 2017 angekündigt, bislang aber noch nicht gebaut.

Foto: imago images/ZUMA Wire

Düsseldorf. Die Beziehung zwischen den Analysten der Wall Street und Elon Musk ist kompliziert. „Langweilige, trottelige Fragen“ würden die Aktienexperten stellen, polterte Musk schon im Jahr 2018 und ließ seine Runde mit den Analysten im vergangenen Quartal gleich ganz ausfallen. Am Mittwoch gibt es ein Wiedersehen.

Auf Twitter hat der Tesla-Chef bereits verkündet, dass er die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2021 wieder selbst vorstellen wird. Warum überlässt Musk die Bühne nicht wie zuvor seinem Finanzchef Zach Kirkhorn? Die Antwort gab Musk schon vor einigen Monaten selbst. Er werde nur zurückkehren, wenn er „etwas wirklich Wichtiges sagen will“.

Mit seinem Auftritt möchte der Tesla-Chef aber vor allem die eigenen Aktionäre wieder optimistisch stimmen. Denn die Tesla-Aktie steht seit Jahresbeginn in einem schwachen Marktumfeld unter Druck, die Marktkapitalisierung fiel zuletzt wieder unter die magische Marke von einer Billion Dollar. Anleger hoffen auf ein Ende des Abwärtstrends. „Alles deutet auf ein weiteres starkes Quartal für Tesla hin“, sagt Garrett Nelson, Analyst beim Investmenthaus CFRA.

Analysten erwarten laut dem Finanzanbieter Factset im Schnitt einen Umsatz von 16,9 Milliarden Dollar, 60 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Der Gewinn von Tesla soll auf 2,26 Dollar je Aktie steigen, fast dreimal so viel wie vor einem Jahr. Tesla ist es zudem in den vergangenen acht von neun Quartalen gelungen, die Gewinnerwartungen zu übertreffen. Auch Dan Ives von Wedbush erwartet „starke Ergebnisse“. Die Analysten gehen davon aus, dass gute Tesla-Zahlen – zusammen mit denen von Apple und Microsoft – den Ausverkauf an den Börsen stoppen könnten.

Musk wird zudem die Erwartungen für 2022 setzen wollen – es ist ein entscheidendes Jahr für Tesla. Die Produktion soll deutlich steigen, neue Modelle sollen anlaufen und Fortschritte beim autonomen Fahren und Energiegeschäft erzielt werden.

Tesla will so groß werden wie Audi

Die Nachfrage ist für Tesla bislang kein Problem. Das mittelgroße Model Y – ein Crossover auf der Basis des Model 3 – verkauft sich beispielsweise sehr gut. Nach Analystenschätzungen wurde es 2021 allein in den USA 200.000 Mal verkauft. Das Model Y soll künftig in den neuen Tesla-Werken in Grünheide bei Berlin und in Austin, Texas, hergestellt werden.

Um den ambitionierten Wachstumskurs fortsetzen zu können, baut Tesla seine Produktionskapazitäten aktuell massiv aus. Denn die Werke in Fremont, Kalifornien, und Schanghai, China, sind bis zum Anschlag ausgelastet. Tesla stellte bereits 2021 mehr als 930.000 Fahrzeuge her, eine deutliche Steigerung – im Vorjahr waren es noch rund 510.000 Fahrzeuge.

In diesem Jahr wird Tesla nach Schätzungen der Analysten im Schnitt 1,4 Millionen Fahrzeuge herstellen. Tesla selbst visiert 1,5 Millionen an – damit hätte Tesla ungefähr die Größenordnung von Audi erreicht.

Um die ambitionierten Ziele zu erreichen, müssen die neuen Gigafactorys in Grünheide und Austin allerdings schnell die Produktion aufnehmen. Auf beiden Fabrikgeländen kann man bereits erste produzierte Model Y sehen. Allerdings sind das Prototypen, die nicht zum Verkauf bestimmt sind. Bei beiden Werken stehen die offizielle Genehmigung und die Fertigstellung noch aus.

Daher wird jede Äußerung und jedes Update von Musk zur Produktion in Brandenburg und Texas mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Der Tesla-Chef will im Februar nach Deutschland reisen, was bereits Spekulationen über eine Inbetriebnahme im März auslöste.

Cybertruck verzögert sich, der Semi könnte starten

Mit der Produktion entscheidet sich auch das Schicksal zahlreicher angekündigter neuer Modelle. Weil sich sowohl in Austin als auch in Grünheide der Start verzögerte, fehlen die Kapazitäten für die wichtige Erweiterung der Produktpalette.

So soll in Texas der Cybertruck hergestellt werden. Der futuristische Pick-up wurde bereits 2019 von Musk vorgestellt, die Markteinführung aber mehrfach verschoben. Erst vor wenigen Tagen löschte Tesla auf seiner Website die zeitliche Angabe von 2022. Wann genau der Pick-up auf den Markt kommen wird, ist nun ungewiss.

„Mittelfristig wird der Cybertruck für Austin das mit Abstand wichtigste Modell sein“, sagte Analyst Ives von Wedbush. „Aber derzeit ist Priorität Nummer eins, das Model Y produziert und ausgeliefert zu bekommen.“

Ebenfalls früh angekündigt und immer wieder verschoben: der Supersportwagen Roadster und der Lkw Semi-Truck. Letzterer wurde 2017 präsentiert, Kunden wie Pepsi Cola warten also schon einige Zeit auf den elektrischen Lkw. Tesla installierte zuletzt erste Ladesäulen auf einem Gelände von Pepsi in Kalifornien, sogenannte „Semi Megapacks“, die über eine hohe Ladekapazität von 1,5 Megawatt verfügen. Experten sehen das als Zeichen für eine baldige Auslieferung der ersten 15 Semi-Trucks. Produziert werden sie in der Gigafactory in Reno, Nevada, in der auch im großen Maßstab Batteriezellen gefertigt werden.

Startschuss für Megapacks soll Energiesparte beflügeln

Das Herz der Ladestationen für den Lkw sind die sogenannten „Megapacks“ von Tesla. Das sind riesige Industriebatterien, die Tesla 2019 vorstellte. Mit ihnen können Unternehmen Strom in preislich günstigen Zeiten wie nachts speichern, um die Elektrizität tagsüber zu nutzen. Die Batterien lösen damit ein zentrales Problem alternativer Energie: die starken Schwankungen in der Stromproduktion.

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Der Umsatz im Energiegeschäft von Tesla soll laut Analystenschätzung bei 840 Millionen Dollar im Quartal liegen, kaum mehr als im Vorquartal. Grund dafür ist der schwache Umsatz mit Solardächern. Doch die Einführung der Megapacks könnte Schwung in das Geschäftsfeld bringen.

Nach Einschätzung von Matthew Portillo von der texanischen Investmentbank Tudor, Pickering, Holt & Co. ist die Nachfrage nach den Megapacks „sehr robust“. Laut Portillo werden die ersten Batterien in diesen Wochen ausgeliefert, Tesla sei schon für das gesamte Jahr mit Aufträgen ausgebucht.

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