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AustralienGoogle akzeptiert Millionenstrafe für Wettbewerbsverstöße

Wegen wettbewerbswidriger Deals mit australischen Unternehmen muss Google 55 Millionen zahlen. Der Konzern hatte Konkurrenten bei vorinstallierten Suchmaschinen ausgeschlossen. 18.08.2025 - 10:30 Uhr Artikel anhören
Google: Mit australischen Telekom-Unternehmen stärkte der Konzern wettbewerbswidrig seine Position. Foto: AP

Melbourne. Wegen Verstößen gegen Wettbewerbsregeln hat sich der Tech-Konzern Google in Australien zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 55 Millionen australischen Dollar bereit erklärt. Das Unternehmen und die australische Wettbewerbsbehörde teilten am Montag mit, Google habe mit den beiden größten Telekommunikationsunternehmen des Kontinents wettbewerbswidrige Vereinbarungen getroffen, die die Installation konkurrierender Suchmaschinen auf einigen Smartphones untersagten. Ein Gericht wird nun entscheiden, ob die Strafe angemessen ist.

Im Rahmen der Vereinbarungen, die 15 Monate lang bis März 2021 galten, installierten die Unternehmen Telstra und Optus ausschließlich die Google-Suche auf verkauften Android-Telefonen. Andere Suchmaschinen waren ausgeschlossen.

Im Gegenzug erhielten die Telekommunikationsunternehmen einen Anteil an den Werbeeinnahmen, die Google mit diesen Kunden erzielte. Google räumte ein, dass die Vereinbarungen wahrscheinlich zu einer „erheblichen Einschränkung des Wettbewerbs“ geführt hätten, wie die australische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde erklärte.

Laut Google schon länger keine Absprachen mehr

Google unterzeichnete der Behörde zufolge eine Verpflichtung, bestimmte vorinstallierte und standardmäßige Suchmaschinenbeschränkungen aus seinen Verträgen mit Android-Telefonherstellern und Telekommunikationsunternehmen zu entfernen. Der Konzern teilte mit, die Bestimmungen seien bereits seit einiger Zeit nicht mehr in Verträgen enthalten.

Telstra, Optus und ihr kleinerer Konkurrent TPG sagten der Behörde im vergangenen Jahr zu, keine ähnlichen Vereinbarungen mit Google zur Einschränkung der Suchoptionen zu erneuern oder abzuschließen.

Die Vorsitzende der Wettbewerbsbehörde, Gina-Cass Gottlieb, sagte zur Begründung: „Wettbewerbsbeschränkendes Verhalten ist in Australien illegal, weil es für die Verbraucher in der Regel weniger Auswahl, höhere Kosten oder einen schlechteren Service bedeutet.“

ap
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