Chiphersteller ASML: Tech-Konzern gerät durch China-Sanktionen in Bedrängnis
Kein Export nach China: Das mordernste Equipment darf ASML nicht in die Volksrepublik liefern.
Foto: via REUTERSMünchen, Brüssel. Die Auftragsbücher von ASML sind voll: Im dritten Quartal haben die Chiphersteller Equipment im Wert von 8,9 Milliarden Euro bei dem niederländischen Maschinenbauer geordert, ein neuer Rekord. Europas wertvollster Tech-Konzern hat jetzt Bestellungen für 38 Milliarden Euro in den Büchern, wie ASML am Mittwoch vermeldete. Finanzvorstand Roger Dassen sprach von einem „starken Quartal“.
Die Investoren sind erleichtert: Der Aktienkurs legte in Amsterdam am Mittwoch um mehr als sieben Prozent zu. Allen Widrigkeiten zum Trotz sei es ein gutes drittes Quartal gewesen, sagte UBS-Analyst Francois-Xavier Bouvignies. Zuvor hatten die Papiere allerdings seit Jahresbeginn rund die Hälfte an Wert verloren.
Das Auf und Ab an der Börse ist kein Zufall. Die Anleger sind verunsichert und schwanken zwischen Euphorie und Ernüchterung. Einerseits läuft es besser als erwartet. Der Konzern verspricht für das laufende Quartal einen Umsatz von bis zu 6,6 Milliarden Euro, etwa eine halbe Milliarde mehr als die Analysten bislang vorhergesagt hatten.
Chip-Ausrüster ASML muss um Chinageschäft bangen
Andererseits gerät ASML immer mehr zwischen die Fronten der Weltpolitik. Das macht Prognosen höchst unsicher.