Chipindustrie: Europas wertvollster Konzern ASML fürchtet schwaches Jahr 2026
München. Der wertvollste Konzern Europas blickt skeptisch ins kommende Jahr: Offenbar ist kaum Wachstum zu erwarten. ASML teilte an diesem Mittwoch mit, der Umsatz 2026 werde nicht unter dem des zu Ende gehenden Jahres liegen. Details würden jedoch erst im Januar veröffentlicht.
Investoren hatten große Hoffnungen in den Chipausrüster gesetzt. So ist der Aktienkurs der Niederländer in den vergangenen gut vier Wochen um fast 40 Prozent in die Höhe geschossen. Anleger gingen fest davon aus, dass ASML zu den großen Profiteuren des Booms Künstlicher Intelligenz (KI) gehören würde.
Denn der KI-Pionier OpenAI hat seit dem Spätsommer Aufträge über mehrere Hundert Millionen Dollar bei den weltweit führenden Halbleiterherstellern platziert. Um die Bauteile herzustellen, sind die Maschinen von ASML zwingend nötig.
Tatsächlich ist der KI-Hype einer der großen Treiber des Geschäfts. Konzernchef Christophe Fouquet sagte am Mittwoch: „Wir haben eine anhaltend positive Dynamik bei Investitionen in KI beobachtet, die sich auf weitere Kunden ausweitet.“ Dass es nächstes Jahr trotzdem nicht bergauf gehen wird, liege hauptsächlich an China, sagte er.