Elektroautoproduktion in Grünheide: Tesla baut Autos in der Fabrik der Zukunft grundlegend anders – deutsche Firmen machen es möglich
Tesla arbeitet grundlegend anders als deutsche Autohersteller. Den Hidden Champions gefällt das.
Foto: ReutersDüsseldorf, New York. Seit gut zwei Jahren baut Tesla in Brandenburg eine „Gigafactory“, ein Werk, in dem der Elektromobilitätskonzern seine Autos für den europäischen Markt in Serie produzieren möchte. Am Freitag hat das US-Unternehmen für das Großprojekt auch die finale Baugenehmigung der Behörden erhalten.
Im Osten Berlins hat Tesla-Chef Elon Musk einiges vor, wie eine exklusive Analyse zeigt. Zahlreiche deutsche Firmen lieferten Maschinen und andere Schlüsseltechnologie an das Unternehmen. Unter anderem auch 21 Hidden Champions, die nach einer Studie der FH Dortmund, die in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt entstand, in allen Produktionsschritten stark vertreten sind.
Die Datenerhebung für die Analyse war nicht einfach. Tesla hütet Lieferantennamen wie ein Staatsgeheimnis. Aber mithilfe von Stellenanzeigen, Patentanmeldungen und Firmenvideos filterte Jan-Philipp Büchler, Professor für Unternehmensführung an der FH Dortmund, auf Grundlage seiner Firmen-Datenbank 21 Lieferanten wie Balluff, Leoni oder Saueressig heraus. Dazu kommen große Lieferanten wie Bosch und zahlreiche kleinere Firmen wie der bayerische Modell- und Formenbauer Siebenwurst.