Messenger im Vergleich: Signal, Threema, Telegram: Wie die WhatsApp-Alternativen beim Datenschutz abschneiden
Dienste wie Signal, Threema und Ginlo werben mit höchstem Datenschutz.
Foto: picture alliance / dpaDüsseldorf. Für die gewaltige Summe von 19 Milliarden US-Dollar kaufte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg Anfang 2014 den aufstrebenden Messengerdienst WhatsApp, der eine Alternative zu kostenpflichtigen SMS-Nachrichten sein wollte und mit hohen Standards beim Datenschutz warb. Zur Übernahme versprach Facebook, beide Firmen würden unabhängig bleiben.
Dieses Versprechen wurde gebrochen. Zuckerberg lässt WhatsApp immer stärker mit dem Facebook-Kosmos verschmelzen. Eine neue Datenschutzrichtlinie, der Nutzer zustimmen müssen, soll dieses Vorgehen fest verankern. Auch wenn dieses Ultimatum nach Protesten nun auf den 15. Mai verschoben wurde, sehen sich in vielen Ländern Nutzer nach anderen Messengern um.
Es kursieren Dutzende Dienste, die sich als Alternative positionieren. Der verschlüsselte Dienst Signal etwa kletterte in Deutschland, aber auch in Indien auf den ersten Platz der Downloadcharts bei den Betriebssystemen von Apple und Google.
Das Handelsblatt hat sich die Angebote mit Fokus auf Datenschutz näher angeschaut und stellt die Ergebnisse vor.
Signal: Der große Profiteur der Datenschutz-Debatte
Der Dienst setzt konsequent auf Verschlüsselung.
Foto: BloombergWhatsApp-Mitgründer Brian Acton beklagte sich öffentlich darüber, wie Facebook mit dem von ihm entwickelten Dienst umgegangen war. Er spendete daraufhin im Jahr 2018 rund 50 Millionen Dollar an die gemeinnützige Organisation hinter dem Messenger-Dienst Signal. Zu den bekannten Unterstützern des Dienstes zählt auch Whistleblower Edward Snowden.