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Nachrichtenkanal Telegram macht neue App-Funktionen bezahlpflichtig

Der Nachrichtenkanal verlangt für neue Funktionen künftig Geld. Auf Anzeigen will Telegram-Gründer Pawel Durow aber weiter verzichten.
23.12.2020 - 13:11 Uhr Kommentieren
Der Nachrichtenkanal wurde 2013 gegründet und war zunächst wegen der Verschlüsselung besonders bei Oppositionellen in autoritären Ländern beliebt. Quelle: Reuters
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Der Nachrichtenkanal wurde 2013 gegründet und war zunächst wegen der Verschlüsselung besonders bei Oppositionellen in autoritären Ländern beliebt.

(Foto: Reuters)

Moskau Der auch in Deutschland populäre Internet-Nachrichtenkanal Telegram will angesichts seines rasanten Wachstums ein Bezahlmodell einführen. Alle derzeit kostenlosen Funktionen bleiben aber kostenlos, wie Telegram-Gründer Pawel Durow am Mittwoch mitteilte. Es werde jedoch neue Funktionen geben, für die Nutzer dann zur Kasse gebeten würden.

Auf Anzeigen zur Finanzierung des Dienstes, die etwa beim Lesen von Nachrichten aufploppen könnten, will Durow weiterhin verzichten. „Die Kommunikation zwischen Menschen sollte frei von Werbung jeglicher Art sein“, schrieb er.

Nach seinen Angaben wird Telegram mittlerweile von 500 Millionen aktiven Nutzern verwendet. Der Nachrichtenkanal wurde 2013 gegründet und war zunächst wegen der Verschlüsselung besonders bei Oppositionellen in autoritären Ländern beliebt. Er wird von vielen genutzt zum schnellen Verbreiten von Nachrichten, darunter auch von Behörden – aber auch als Messengerdienst, ähnlich wie WhatsApp.

„Wir werden das Unternehmen nicht wie die Gründer von WhatsApp verkaufen“, schrieb Durow. „Die Welt braucht Telegram, um unabhängig zu bleiben.“ Um das zu gewährleisten, müsse der Dienst vom kommenden Jahr an Einnahmen generieren. „Wir werden unzählige neue Funktionen einführen und Milliarden neue Nutzer begrüßen“, meinte er.

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    Der 36-Jährige gilt als der russische Mark Zuckerberg. Aus Angst vor politischer Verfolgung lebt Durow im Ausland. Er hat auch das soziale Netzwerk VKontakte gegründet, das russische Pendant zu Facebook.

    Mehr: So will die EU die Tech-Riesen bändigen

    • dpa
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