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Netztechnik für Verizon Samsung gewinnt Milliardenauftrag für 5G-Technologie

Der Elektronikkonzern beliefert den Mobilfunkanbieter mit Netztechnik. Der 5,6 Milliarden Euro schwere Deal zeigt die Verschiebungen im Markt.
07.09.2020 Update: 07.09.2020 - 17:14 Uhr Kommentieren
Für die Netzbetreiber ist 5G ein zentrales Thema - die Investitionen gehen in die Milliarden. Quelle: AFP
Messeauftritt von Verizon

Für die Netzbetreiber ist 5G ein zentrales Thema - die Investitionen gehen in die Milliarden.

(Foto: AFP)

Seoul Mit den Sanktionen gegen Huawei greift die US-Regierung massiv in den Markt ein – und Samsung könnte zu den Profiteuren gehören. Jüngstes Beispiel: Der koreanische Konzern hat einen milliardenschweren Auftrag für die Lieferung von Mobilfunktechnik erhalten.

Der amerikanische Netzbetreiber Verizon bestelle bis Ende des Jahres 2025 Ausrüstung im Wert von 7,9 Billionen Won, umgerechnet 5,6 Milliarden Euro, hieß es am Montag in einer Mitteilung.

Für Samsung bedeutet der Großauftrag einen Prestigegewinn. Der Elektronikkonzern zählt zwar bei Produkten wie Smartphones, Fernsehern und Speicherchips zu den führenden Anbietern, im Markt für Netzausrüstung ist er bislang jedoch abgeschlagen.

Der Marktforscher Dell’Oro taxiert den Anteil auf drei Prozent – deutlich hinter Huawei mit 28 Prozent, Nokia mit 16 Prozent und Ericsson mit 14 Prozent. Mit der Einführung des neuen Standards 5G und der verstärkten Abkopplung von USA und China könnten sich die Gewichte jedoch verschieben.

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    Samsung zeigte sich erfreut, die „lange Partnerschaft mit Verizon“ auszuweiten, um das Netzwerk der nächsten Generation zu bauen. Es handle sich um einen „langfristigen strategischen Vertrag“ werde man „die Grenzen der 5G-Innovation weiter verschieben“. Es dürfte sich nach Einschätzung in Branchenkreisen um einen der größten Deals handeln, den die Netztechniksparte des koreanischen Konzerns je abgeschlossen hat.

    Huawei ist zwar der weltweit größte Netzausrüster, der chinesische Konzern gilt in der Telekommunikationsbranche als günstig und gut und ist für die deutschen Unternehmen gar ein zentraler Partner.

    Allerdings hat die Regierung unter US-Präsident Donald Trump dem Marktführer das Geschäft erheblich erschwert – der, so die Begründung, sei eine Gefahr für die nationale Sicherheit. Huawei bestreitet die Vorwürfe stets.

    Die USA verbieten lokalen Mobilfunkanbietern die Technik „made in China“ und setzen andere Länder unter Druck, ebenfalls darauf zu verzichten – zahlreiche Partner lassen sich darauf ein, Deutschland bislang allerdings nicht. Zudem verhindert Trump mit seinen Anordnungen praktisch, dass amerikanische Unternehmen mit dem chinesischen Konzern Geschäfte machen. Huawei muss derzeit sowohl auf zentrale Komponenten wie Prozessoren und Speicher als auch auf wichtige Produktionstechnik für die Fabriken verzichten.

    Die chinesischen Netzausrüster Huawei und ZTE müssen ihre Produkte neu gestalten, damit diese ohne Komponenten aus den USA funktionieren – ein aufwendiger Prozess. Nach Informationen der japanischen Tageszeitung „Nikkei“ ist deswegen sogar der Ausbau des 5G-Netzes in China ins Stocken geraten. Dadurch ergeben sich Chancen für die Konkurrenz.

    Hohe Investitionen in 5G-Technologie

    Samsung hat in den vergangenen Jahren massiv in Forschung und Entwicklung für Netztechnik investiert und zahlreiche Patente für 5G-Technik erhalten. Der Elektronikhersteller gibt öffentlich das Ziel aus, den Marktanteil beim neuen Mobilfunkstandard auf 20 Prozent zu steigern.

    Für Samsung hat das Geschäft eine große Bedeutung, zumal in der Coronakrise der Verkauf von Smartphones und Chips eingebrochen ist. Bislang tat sich der Konzern außerhalb des Heimatmarktes Südkorea allerdings schwer. Der Deal mit Verizon – dem größten Netzausrüster der USA – könnte nach Einschätzung von Analysten eine Signalwirkung haben. Die Samsung-Aktie stieg am Montag um rund drei Prozent, während Konkurrent Nokia verlor.

    Mehr: Dank der Chipsparte wächst Samsung wieder.

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