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Quartalszahlen Samsung steigert trotz Coronakrise die Gewinne deutlich

Eine robuste Chipnachfrage und steigende Preise beenden Samsungs Durststrecke. Im zweiten Quartal erhöhte der Technikkonzern seinen Gewinn um fast ein Viertel.
30.07.2020 - 05:57 Uhr Kommentieren
Der Technik-Hersteller geht als Gewinner durch die Coronakrise. Quelle: AFP
Samsung

Der Technik-Hersteller geht als Gewinner durch die Coronakrise.

(Foto: AFP)

Tokio Südkoreas Elektronikkonzern Samsung ist einer der größten Gewinner der Coronakrise. Dies unterstrich der Elektronik- und Chiphersteller am Donnerstag in seiner Halbjahresbilanz. Dank einer robusten Chip-Nachfrage und einer einmaligen Ausgleichszahlung von Apple konnte der Konzern seinen Betriebsgewinn im zweiten Quartal um 23,5 Prozent auf 8,15 Billionen Won (5,9 Milliarden Euro) erhöhen. Dabei sackte der Umsatz um 5,6 Prozent auf 53 Billionen Won (59,2 Milliarden Euro) ab.

Samsung wird damit wieder zu einem der profitabelsten Elektronikhersteller der Welt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Konzern ungeachtet der globalen Wirtschaftskrise seine Gewinnspanne von 11,6 auf 15,4 Prozent erhöhen. Verglichen mit seinen japanischen Erzrivalen ist dies ein hoher Wert.

Der Konzern, der der Weltmarktführer bei Speicherchips für mobile Geräte und Datenserver ist, betonte die positive Rolle der Coronakrise für das eigene Geschäft: „Da die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie anhielten, verzeichnete das Speichergeschäft wegen Fernarbeit und Online-Schulungen eine robuste Nachfrage nach Cloud-Anwendungen.“

Der Anstieg machte eine schwache Nachfrage nach mobilen Anwendungen mehr als wett. Insgesamt stiegen die Einnahmen der Halbleiterbranche im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13 Prozent auf 18,2 Billionen Won (13 Milliarden Euro). Der Betriebsgewinn verdoppelte sich sogar fast auf 5,4 Billionen Won (3,9 Milliarden Euro).

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    Die Gewinnmarge von Samsungs profitabelster Sparte verbesserte sich damit auf 29,7 Prozent. Zwar liegt der Wert weit unter den 50 Prozent, die Samsung auf dem Höhepunkt des Speicherchipbooms einfahren konnte. Aber immerhin trägt die Sparte nun zwei Drittel des Konzerngewinns und unterstrich damit ihre Stellung in der Firmenhierarchie.

    Weitere Verbesserung erwartet

    Die Displaysparte profitierte dagegen einmalig von Apples Absatzschwäche. Der kalifornische Handyhersteller konnte nicht die vereinbarte Menge an Displays kaufen und musste daher eine Vertragsstrafe zahlen. Samsung veröffentlichte die genaue Höhe seines einmaligen Gewinns zwar nicht – Analysten vermuten aber, dass die Koreaner mehr als 900 Millionen Dollar von Apple erhalten haben. Dank dieses einmaligen Gewinns kehrte die Displaysparte wieder in die Gewinnzone zurück.

    Der Umsatz der Mobilsparte sackte zwar wegen der Coronakrise im zweiten Quartal um ein Fünftel ab. Aber durch Sparprogramme auch in der Werbung schraubte der Konzern den Gewinn dennoch stärker als von den Analysten erwartet um 25 Prozent auf fast zwei Billionen Won (1,4 Milliarden Euro) in die Höhe.

    Für das zweite Halbjahr erwartet der Konzern nun eine weitere Verbesserung der Lage. Zum einen setzt Samsungs Management darauf, dass sich die Nachfrage nach Mobilgeräten und Unterhaltungselektronik erholen wird. Die Koreaner wollen durch ausreichend Nachschub und ein weiteres faltbares Smartphone zur Belebung der Nachfrage beitragen.

    Für das Speichergeschäft erwartet das Unternehmen, dass der Verkaufsstart neuer Smartphones und Spielekonsolen die Nachfrage nach Speicherchips weiter erhöhen wird. Für das schwächelnde Display-Panel-Geschäft erwartet der Konzern allerdings erst im vierten Quartal „eine vollwertige Erholung“. Denn für das laufende Quartal rechnen die Koreaner damit, dass sich zuerst die unteren und mittleren Segmente des Smartphonemarkts erholen werden.

    Mehr: Bezirksgericht lehnt Antrag auf Haftbefehl gegen Samsung-Erben ab

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