Satya Nadella: Norwegens Staatsfonds positioniert sich gegen Microsoft-Chef
Oslo. Der staatliche Pensionsfonds aus Norwegen stellt sich gegen Microsoft-Chef Satya Nadella und pocht bei dem US-Softwaregiganten auf eine stärkere Beachtung von Menschenrechten. Der Microsoft-Großaktionär teilte am Sonntag mit, auf der anstehenden Hauptversammlung gegen die Wiederwahl des CEOs zum gleichzeitigen Verwaltungsratsvorsitzenden sowie gegen dessen Vergütungspaket zu stimmen.
Zudem will der Fonds einen Aktionärsantrag unterstützen, der einen Bericht über die Risiken von Geschäften in Ländern mit erheblichen Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte fordert. Das Microsoft-Management hatte den Aktionären empfohlen, gegen diesen Antrag zu stimmen. Die Investoren des Konzerns sollen am 5. Dezember über die Anträge entscheiden.
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Anfang November hatte das norwegische Parlament eigentlich die ethisch begründeten Verkäufe von Unternehmensanteilen aus seinem Staatsfonds für ein Jahr zur Überarbeitung ausgesetzt. Diese stammen aus dem Jahr 2004 und verbieten etwa Investitionen in Unternehmen, die an Menschenrechtsverletzungen in Kriegs- oder Konfliktsituationen beteiligt sind.
Der zwei Billionen Dollar schwere Staatsfonds ist Finanzmarktdaten zufolge der achtgrößte Aktionär des Unternehmens. Per 30. Juni hielt er nach eigenen Angaben einen Anteil von 1,35 Prozent an Microsoft im Wert von 50 Milliarden Dollar. Für den Fonds selbst ist die Beteiligung die zweitgrößte Aktienposition nach Nvidia.