Telekom-Aktie: Deutsche Telekom startet Milliarden-Offensive für Aktionäre
Hamburg. Für die Aktionäre der Deutschen Telekom beginnt das Jahr mit einer guten Nachricht: Am Mittwoch hat der Konzern einer Mitteilung zufolge damit begonnen, im großen Stil eigene Aktien zu erwerben.
Insgesamt sind für das Rückkaufprogramm, das der Vorstand um Chef Timotheus Höttges bereits Anfang November angekündigt hatte, bis zu zwei Milliarden Euro vorgesehen. Bis zum 4. April sollen nun zunächst 550 Millionen Euro investiert werden.
Das Telekom-Management will so den Kurs der Aktie stabilisieren, der im vergangenen Jahr nach einem deutlichen Anstieg bis zum Frühjahr mitunter heftig schwankte. Zuletzt hatten Meldungen über einen möglichen Aktienverkauf des Bundes für einen Dämpfer gesorgt. Demnach könnte der Staat seinen Anteil an der Telekom von derzeit gut 30 in mehreren Schritten auf 25 Prozent reduzieren.
Das Aktienrückkaufprogramm ist Teil einer breiter angelegten Offensive des Vorstands. Das Management will den finanziellen Interessen der Aktionäre der Telekom und ihrer Tochter T-Mobile künftig mehr Gewicht einräumen.
Telekom profitiert besonders von T-Mobile
Die T-Aktie gilt als unterbewertet, da Investoren dem geschäftlichen Kern des Konzerns in Deutschland und Europa nach wie vor relativ wenig zutrauen. Der weitaus größte Teil der Marktkapitalisierung in Höhe von zuletzt rund 111 Milliarden Euro hängt an der Mehrheitsbeteiligung an T-Mobile, der erfolgreichen US-Tochter.