Tesla-Hauptversammlung: „Exzessive Vergütung“: Aktionärsberater kritisieren den Tesla-Verwaltungsrat
Auf der anstehenden Hauptversammlung üben professionelle Geldanleger scharfe Kritik an Gehältern und aktionärsfeindlichen Entscheidungen.
Foto: APDüsseldorf. Die Hauptversammlung von Tesla ist in diesem Jahr aus gleich mehreren Gründen etwas Besonderes. So findet sie zum ersten Mal völlig virtuell statt, es werden also keine Aktionäre vor Ort sein. Live verfolgen kann aber jeder die Veranstaltung am Donnerstagabend.
Die Fragen der Anleger beantworten Tesla-Chef Elon Musk und andere Tesla-Vorstände in der Gigafactory in Texas. Auch das ist eine Premiere. Die Fabrik ist ähnlich weit gediehen wie die in Grünheide bei Berlin. Aufgrund der Ortswahl spekulieren einige Tesla-Fans, ob bei der Hauptversammlung auch der Produktionsstart des Werks in Texas verkündet wird.
Was es auch zum ersten Mal gibt: ernsthaften Widerspruch von Aktionären. Die Beratungsfirma Institutional Shareholder Service (ISS) empfiehlt den Anlegern, gleich zwei Mitglieder des Verwaltungsrats nicht wiederzuwählen: Kimbal Musk und James Murdoch.
ISS besitzt einigen Einfluss, berät Aktienfonds, Hedgefonds, Versicherungen oder andere institutionelle Anleger. Diese können aufgrund ihrer großen Portfolios oft nicht im Detail die Entwicklungen in den Aktiengesellschaften verfolgen und bezahlen ISS darum für Reports.