TSMC: Deutlich mehr Arbeitsplätze durch Chipfabriken im „Silicon Saxony“
München. Die Aussichten für Arbeitnehmer in der High-Tech-Region Dresden sind glänzend. Allein durch die neue Fabrik des Chipherstellers TSMC würden in den kommenden Jahren 6000 neue Jobs geschaffen, sagt Frank Bösenberg, Chef des Branchenverbands Silicon Saxony, dem Handelsblatt. „Auf jede Stelle bei einem Chiphersteller kommen drei Arbeitsplätze bei Lieferanten und Dienstleistern“, erklärt der Manager.
Am kommenden Dienstag legt TSMC-Chef C. C. Wei den Grundstein für das zehn Milliarden Euro teure Werk. Das Unternehmen aus Taiwan ist mit rund 60 Prozent Marktanteil der weltweit führende Auftragsfertiger für Chips.
Aber TSMC ist nicht die einzige Halbleiterfirma, die in großem Stil in der sächsischen Landeshauptstadt investiert. Auch die anderen ortsansässigen Produzenten bauen ihre Fertigung massiv aus. Deshalb könnte sich die bisherige Beschäftigungsprognose des Verbands womöglich als „zu konservativ“ erweisen, erläuterte Bösenberg.
„Silicon Saxony“: Jeder dritte in Europa produzierte Halbleiter stammt aus Dresden
Bislang rechnet die Unternehmensvereinigung mit gut 100.000 Stellen in der Mikroelektronik sowie Softwareindustrie in der Region im Jahr 2030. Das entspricht einem Plus von rund 25 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr.