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VerbindungsproblemeStundenlanger Ausfall: Zoom-Chef bittet um Entschuldigung

Der Videodienst ist zu einem wichtigen Werkzeug in vielen Firmen geworden. Doch am Montag gab es einen stundenlangen Ausfall – zum Ärger der Nutzer.Stephan Scheuer 25.08.2020 - 09:59 Uhr aktualisiert

„Es tut mir persönlich leid, und wir werden alles unternehmen, damit das nicht wieder passiert.“

Foto: Reuters

Düsseldorf. Die Corona-Pandemie hat die Abläufe in vielen Firmen radikal verändert, Videokonferenzen sind zu einem zentralen Arbeitsmittel geworden. Ausfälle können daher für große Probleme sorgen – wie am Montag, als der viel genutzte US-Dienst Zoom für zahlreiche Nutzer über Stunden nicht zur Verfügung stand.

Konzernchef Eric Yuan räumte am Montag Probleme ein und betonte: „Wir wissen um unsere Verantwortung.“ Der Dienst werde von Firmen, aber auch von Schulen und Bildungseinrichtungen verwendet. „Es tut mir persönlich leid, und wir werden alles unternehmen, damit das nicht wieder passiert“, sagte Yuan auf dem Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Einige Nutzer hätten keine Videokonferenz starten oder sich einwählen können, teilte Zoom mit. Der Fehler sei mittlerweile behoben. Während es im Netz viele Nutzerbeschwerden gab, blieb das genaue Ausmaß der Ausfälle unklar. Zoom entschuldigte sich und betonte, dass nach Korrekturen im Cloud-Dienst des Unternehmens die Dienste wieder normal laufen sollten.

Mehr als 300 Millionen Menschen nutzen jeden Tag den Dienst. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte er ein rasantes Wachstum erlebt und sich von einem Dienstleister für Firmenkunden zu einem Massendienst entwickelt.

Im Ende April abgeschlossenen Quartal stieg der Umsatz des Videokonferenzanbieters aus Kalifornien gegenüber dem Vorjahr um 169 Prozent von 122 auf 328 Millionen Dollar. Der Nettogewinn legte auf 27 Millionen Dollar zu, nach rund 200.000 Dollar im Jahr zuvor.

Und Zoom geht von einem dauerhaften Plus aus: Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Plattform mit einem Umsatz von bis zu 1,8 Milliarden Dollar, was praktisch eine Verdopplung zur vorherigen Schätzung darstellt. Der bereinigte Gewinn pro Aktie soll am Ende des Geschäftsjahres zwischen 1,21 Dollar und 1,29 Dollar je Aktie liegen, nach bisher prognostizierten 42 bis 45 Cent.

Zoom war auch massiv in die Kritik geraten, nachdem der Dienst mehrmals größere Sicherheitsprobleme hatte einräumen müssen. Zudem hatte sich der US-Anbieter den Zensurwünschen der chinesischen Regierung gebeugt. Zum Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung in China hatte der Dienst eine Zoom-Konferenz von Aktivisten in den USA unterbunden.

In Reaktion auf den Skandal kündigte Zoom an, künftig Zensurmöglichkeiten auf Basis des Standorts der Nutzer einzuführen. Peking könnte damit etwa nur Beschränkungen für Nutzer in China verhängen. Die Ankündigung hatte zu massiver Kritik von Menschenrechtsgruppen geführt.

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Mit Agenturmaterial.

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