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Verkauf der Videoplattform Bytedance-Investoren wollen sich an Tiktok beteiligen

Finanzinvestoren wie General Atlantic erwägen eine Beteiligung an dem Videoportal – und machen damit Microsoft und Oracle womöglich Konkurrenz.
24.08.2020 - 18:42 Uhr Kommentieren
TikTok USA: Trump will Bytedance zum Verkauf der Videoplattform zwingen Quelle: Imago
Tiktok

Das Interesse an der Videoplattform wächst.

(Foto: Imago)

Düsseldorf Der Kreis der Interessenten an Tiktok wächst: Investoren des chinesischen Technologiekonzerns Bytedance, dem die Videoplattform gehört, wollen nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ihre Anteile teilweise oder vollständig nutzen, um ein Gebot zu finanzieren.

Das gelte beispielsweise für den Finanzinvestor General Atlantic, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf mehrere „mit der Angelegenheit vertraute Personen“. Der Plan sehe vor, dass Konzerne wie Microsoft oder Oracle, die bereits Interesse bekundet haben, Minderheitsbeteiligungen an Tiktok erhalten könnten.

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump will Bytedance zwingen, das Tiktok-Geschäft in den USA bis November zu verkaufen. Die Regierung führt Sorge wegen eines Missbrauchs von Nutzerdaten als Begründung an, ähnlich wie beim Verbot von Wechat, das Tencent gehört. Das Unternehmen hat die Anordnung am Montag vor Gericht angefochten, „um sicherzustellen, dass Rechtsstaatlichkeit herrscht und dass unser Unternehmen und unsere Nutzer fair behandelt werden“, wie es in einer Mitteilung heißt.

Die Aussichten der Übernahmepläne sind indes ungewiss. Trump hat bereits mit Microsoft-Chef Satya Nadella über eine Transaktion gesprochen und zudem öffentlich Unterstützung für Oracle signalisiert. Die Politik spielt in diesem Prozess eine zentrale Rolle: Ein Ausschuss der US-Regierung muss dem Verkauf zustimmen. Wenn die Zahl der Interessenten steigt, dürfte Bytedance jedoch mehr Verhandlungsspielraum haben.

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    Tiktok ist ein Portal für den Austausch von Kurzvideos. Die App bietet zudem eine Funktion zur einfachen Bearbeitung von Aufnahmen auf dem Smartphone an. Während die Jugendkultur auf der Plattform überwiegt, sind dort auch immer wieder politische Inhalte zu finden. Weltweit hat das Unternehmen bereits rund 800 Millionen Nutzer pro Monat, mehr als 100 Millionen davon in den USA. Tendenz: stark steigend.

    Facebook-Chef Zuckerberg hat in der Politik interveniert

    Damit konkurriert Tiktok zunehmend mit Social-Media-Diensten wie Facebook, Instagram, Snapchat und Youtube um die Aufmerksamkeit der Nutzer und das darauf basierende Werbegeschäft. Das sieht offenbar auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg so. Er hat einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge auf die Meinungsbildung in der Politik Einfluss nehmen wollen.

    Der Gründer habe bei Hintergrundgesprächen mit Regierungsvertretern und Parlamentariern die Gefahren durch chinesische Internetfirmen wie Tiktok betont, heißt es in dem Bericht.

    Bei einem privaten Abendessen im Weißen Haus habe er zudem gegenüber Präsident Trump erklärt, dass diese eine Bedrohung für die amerikanische Wirtschaft seien – das sei ein wichtigeres Problem als die Regulierung von Unternehmen wie Facebook. Die Beteiligten bestätigten die Treffen nicht.

    Mehr: In der Coronakrise ist nicht genug Werbung für alle da.

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